18.07.2020 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Unverändert
Auch künftig bin ich derselbe, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's wenden?
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Wissen Sie noch, wo Sie letztes Jahr im Sommer waren? Mitte Juli, da ist meist Ferienzheit, d.h. für viele: Urlaub - Reisen. Ich reise ja unglaublich gerne, so richtig quer durch die Welt. Was haben meine Frau und ich uns schon alles angesehen. Apulien in Italien - was eine wunderschönes Fleckchen Erde. Oder die kanarischen Inseln ... die Azoren. Was für eine prachtvolle Schöpfung und oft lassen wir uns durch diese Reisen auch einfach an den Schöpfer erinnern.
Und jetzt? Alles weg - storniert. Keine Reise, keine Eindrücke, keine Begeisterung. Es fehlt mir sehr, dass ich zur Zeit nicht die Möglichkeit habe, mit solchen Momenten meinen Kopf frei zu bekommen. Ich wollte meiner Frau in diesem Jahr meine geliebten Loire-Schlösser zeigen. Besser nicht, besser daheim bleiben. Keine Eindrücke von der Schöpfung! Und der Schöpfer?
Auch künftig bin ich derselbe, und niemand ist da, der aus meiner Hand retten kann. Ich wirke; wer will‘s wenden? So steht es schon im Alten Testament, im Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 43. Eine Zusage an das Volk Israel in Zeiten der babylonischen Gefangenschaft. Mir ging dieser Vers durch den Kopf, als ich in diesen Tagen so ein Gefühl von eingesperrt hatte. Sicher nicht so schlimm und bedrohlich wie das Volk Israel damals, aber jeder erlebt ja seine Situation individuell. Auf alle Fälle hilft mir diese Zusage Gottes, die immer noch gültig ist: Er ist und bleibt derselbe. Egal, ob Gefangenschaft, Pandemie oder irgendwann wieder fröhlicher Urlaub.