28.11.2024 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Unerwarteter Segen
Und was soll David noch mehr reden mit dir? Du kennst ja deinen Knecht, Herr HERR! Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du alle diese großen Dinge getan, dass du sie deinem Knecht kundtust. Darum bist du groß, Herr HERR! Denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört haben.[...]
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Eigentlich hatte König David etwas ganz Großes vorgehabt. Er hatte Gott einen Tempel in Jerusalem bauen wollen, aber dann von Gott eine Botschaft erhalten. Vermittelt worden war sie von Nathan, einem Propheten in Israel:
So ehrenvoll dein Bauvorhaben auch ist, ich möchte nicht, dass du mir einen Tempel baust, sagte Gott. Zu viel Blut klebt an deinen Händen.
Andererseits wertschätzt Gott Davids Motive. Ihm gefällt die Ehrlichkeit seines Herzens und deshalb macht er dem König großzügige Verheißungen, die sogar bis in die ferne Zukunft reichen.
David wiederum ist bewegt von dem, was Nathan ihm ausrichtet. Er betet Gott an, und das klingt dann so:
„HERR, mein Gott, wie mächtig bist du! Keiner ist dir gleich. Nach allem, was wir gehört haben, sind wir überzeugt: Es gibt keinen Gott außer dir. 2. Samuel 7, Vers 22 (HFA)
Beim Nachdenken über diese Geschichte ist mir etwas aufgefallen: Gott hat Nein zu einem ehrenwerten Vorhaben gesagt. David soll den Tempel nicht bauen. Aber er hat es nicht dabei belassen. Er hat sein Nein mit einem Ja verbunden. Ein Ja zur Person Davids. Gott hat David viel Segen versprochen.
Könnte es sein, dass Gott auch in meinem und ihrem Leben zu bestimmten Plänen Nein sagt, obwohl diese aufrichtig gemeint sind? Und könnte es sein, dass er Sie und mich dafür an anderer Stelle segnen will?