05.10.2026 / Aktuelles vom Tag

Ukraine: Mitten im Krieg - Gedenken, Beten und Anpacken

Eindrücke von einer „Gebetsreise“ durch den Westen der Ukraine.

„Der Krieg im Westen der Ukraine ist allgegengewärtig“, erzählt Cornelia Stieler, „in jedem Ort, in jedem Dorf gibt es auf dem zentralen Platz eine Bildergalerie von gefallenen Soldaten.“

Cornelia Stieler arbeitet als Coach und Wirtschaftsmediatorin und lebt in der Nähe von Leipzig. Ende Juli ist sie mit der „Geistlichen Gemeindeerneuerung“, einer Bewegung in der Evangelischen Kirche, in den Westen der Ukraine aufgebrochen zu einer 9-tägigen Gebetsreise. Mehr als 1000 km hat die Reisegruppe zurückgelegt und über Konfessionsgrenzen hinweg Kirchen, Synagogen und Gemeinden besucht.

Auch der Besuch von Gedenkstätten, die an die Massaker der Wehrmacht an der jüdischen Bevölkerung erinnern, stand auf dem Reiseplan. „In der Gedenkstätte in Kamenez-Podolsk haben wir den Zaun entrostet und gestrichen, das hat in der Bevölkerung mehr bewirkt als fromme Worte“, so Cornelia Stieler.

Ehrenamtlich setzt sich die Katholikin seit vielen Jahren ein für Versöhnung zwischen Deutschen und Polen mit dem Verein „Schönwalds Erben“. Zurück aus der Ukraine, hat sie bis heute die Flugalarm-App noch nicht wieder gelöscht: „Ich will weiter solidarisch mit den Menschen in der Ukraine leben und für sie beten.“
Ein Beitrag von Regina König.

© Privat - Grenzübergang

© Privat - Singen und Beten auf ukrainisch

© Privat - Gemeinsames Gebet am Schabbat

© Privat - Kapelle der christl. Märtyrer St. Michael

© Privat - Friedhof ⁨Kamjanez-Podilskyj - 23.600 Opfer

© Privat - Friedhof ⁨Kamjanez-Podilskyj_- konkrete Hilfe⁩

© Privat - Frische Kriegsgräber junger Soldaten

© Privat - Bischof Eduard Kawa Kamjanez-Podilskyj erklärt

Autor/-in: Regina König