06.09.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Treu trotz Untreue

sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

2. Timotheus 2,13

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„Wie Du mir, so ich Dir!“ ist ein sehr bekanntes Sprichwort, das aber zunehmend aus der Mode kommt. Das Verhalten dahinter hat aber immer Konjunktur! Wenn mir eine andere Person quer kommt, dann schieße ich ebenso zurück. Unfreundlichkeit wird mit Unfreundlichkeit zurückgezahlt, Ellenbogen mit Ellenbogen, Intrige mit Intrige. Irgendwie steckt das in der Natur des Menschen. Manchmal passiert das auch in Ehen: Ist ein Ehepartner untreu, so nimmt sich oft auch der oder die andere die Freiheit, es ebenso zu sein. 

Nicht nur in dieser Hinsicht ist Jesus völlig anders drauf, als Menschen es sind. Der Apostel Paulus schreibt an seinen Freund Timotheus über die Beziehung von Christen zu Jesus und umgekehrt: 

„Sind wir untreu, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht untreu werden.“ (2. Timotheus 2,13) 

Jesus hat zugesagt, dass er immer an der Seite der Menschen sein wird, die ihm vertrauen. Er weicht nicht von meiner Seite, auch wenn ich auf Abwege geraten sollte. Er hat versprochen, dass alle, die an ihn glauben, vor Gott gerecht sind. Diese Zusage bleibt bestehen. Und das unabhängig davon, wie ich mich verhalte. 

Es kann Situationen geben, in denen ich Gott vielleicht untreu bin, weil ich es nicht schaffe so zu leben, wie es Gott eigentlich von mir erwartet. Das ich meinen Glauben, dass ich Jesus nicht so bekenne, wie ich es sollte. Dennoch, auch wenn ich untreu bin, Jesus bleibt mir treu. Diese Botschaft tut gut und befreit! 

Autor/-in: Horst Kretschi