17.11.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Stockdunkel
Wer in der Finsternis geht und wem kein Lichtstrahl scheint, der vertraue auf den Namen des HERRN!
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Als mein Bruder klein war, wachte er eines Nachts nach einem schlechten Traum auf und wollte zu unseren Eltern. Doch er fand die Zimmertüre nicht. Alles um ihn herum war stockdunkel. Verzweifelt suchte er den Ausgang, irrte ängstlich in seinem Zimmer umher. Als unsere Mutter kam, fand sie ihn weinend vor der Tür des Kleiderschranks sitzen. Sie schaltete das Licht an, nahm ihn auf den Arm und tröstete ihn.
Auch im Leben gibt es dunkle Zeiten – im übertragenen Sinne. Zeiten, in denen wir verzweifelt umherirren, eine Lösung suchen, bittere Angst haben; wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, uns eine Krankheit lähmt oder Einsamkeit befällt. Manchmal sind es auch Umstände, in die wir unverschuldet hineingeraten.
Über dem heutigen Tag steht ein wunderbarer Zuspruch aus Jesaja 50, Vers 10 für genau solche Zeiten: Wer in der Finsternis geht und wem kein Lichtstrahl scheint, der vertraue auf den Namen des HERRN und stütze sich auf seinen Gott! Wenn auch sonst kein Hoffnungsschimmer da ist, so hält uns zumindest Gott fest in seiner Hand. Auf seinen Trost und seine Begleitung können wir uns verlassen.
An hellen Tagen geht mir eine solche Weisheit leicht über die Lippen. Aber ich kenne auch Tage, an denen es scheint, als könnte ich aus dem Hamsterrad des Kummers nicht ausbrechen; deshalb schließe ich die heutige Ermutigung fest in mein Herz.