05.11.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Spenden, was Gott gehört

Denn was bin ich? Was ist mein Volk, dass wir freiwillig so viel zu geben vermochten? Von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir’s gegeben.

1.Chronik 29,14

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Waren Sie schon einmal richtig stolz auf Ihre Großzügigkeit? Etwa dann, wenn Sie etwas an die Welthungerhilfe überwiesen haben oder im Sonntagsgottesdienst eine Spende hinterlassen haben? Klar, Geben und Gutes tun macht glücklich, ohne Frage. Entscheidend ist allerdings die Motivation. Und ist Stolz da nicht völlig fehl am Platz? 

Ich finde eine Stelle aus dem Alten Testament sehr bedenkenswert. Im 1. Buch der Chronik, Kapitel 29 wird vom Bau des Tempels in Jerusalem berichtet. Viele kostbare Dinge werden aufgezählt, die die Gemeinde zusammenträgt, um das Haus Gottes zu bauen. Da kann man ins Staunen kommen: tausende von Zentnern Edel- und Buntmetalle und vieles andere.  

Und doch sagt David einen entscheidenden Satz: “Was bin ich? Was ist mein Volk, dass wir freiwillig so viel zu geben vermochten? Von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir’s gegeben.” 1. Chronik 29,14 (LUT 2017) 

Da haben wir es: Kein Mensch hat das Recht, sich auf Reichtum oder Großzügigkeit etwas einzubilden. Denn alles ist Geschenk von Gott. Also eigentlich sowieso sein Eigentum. Die Motivation zum Geben sollte also sein: Ich danke Gott für alles, was er mir zugeteilt hat, und gebe gerne davon weiter. 

Autor/-in: Annegret Schneider