02.07.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Souvenirs aus dem Jordan

Da rief Josua die zwölf Männer, die er bestellt hatte von den Israeliten, aus jedem Stamm einen, und Josua sprach zu ihnen: Geht hinüber vor der Lade des HERRN, eures Gottes, mitten in den Jordan, und ein jeder hebe einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme Israels, damit sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder später einmal fragen: Was bedeuten euch diese Steine?,[...]

Josua 4,4-24

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Ein Urlaub ist für mich seit jeher mit Erinnerungsstücken verbunden – egal, ob ich selbst unterwegs war oder sonst jemand aus der Familie. War das spannend, wenn unsere Tanten aus den Bergen zurückk amen und dann kleine Schätze an uns Kinder verteilten: Eine bemalte Spanschachtel, Schokolade in einer Dose mit dem Bild des Königssees und dergleichen. Jahrelang habe ich ein paar Steine aufbewahrt, die ich bei einer Wanderung in Österreich vom Weg aufgelesen habe.

Damals wusste ich noch nicht, dass das mit den Steinen sogar biblische Tradition hat. Im Buch Josua im Alten Testament gibt Gott eine denkwürdige Anweisung. Aus jedem Stamm des Volkes Israel soll ein Mann einen Stein aus dem Jordan nehmen. 12 Steine also als Andenken an eine ganz besondere „Reise“. An ein Wunder, das Gott vor den Augen seines Volkes tut.

Gott sagt zur Begründung seines Auftrags: „Wenn eure Kinder später einmal ihre Väter fragen: ‚Was bedeuten diese Steine?‘, so sollt ihr ihnen kundtun und sagen: Israel ging auf trockenem Boden durch den Jordan, als der HERR, euer Gott, den Jordan vor euch austrocknete, bis ihr hinübergegangen wart, wie der HERR, euer Gott, am Schilfmeer getan hatte, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgegangen waren; auf dass alle Völker auf Erden die Hand des HERRN erkennen, wie mächtig sie ist, und ihr den HERRN, euren Gott, fürchtet allezeit.“ Josua 4,21-24 (LUT 2017)

Wenn das mal kein besonderes Souvenir ist.

Autor/-in: Annegret Schneider