31.10.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Sorge in jungen Jahren dafür, dass du gut alt wirst!
Wer Böses tut, der tue weiterhin Böses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein; aber wer gerecht ist, der übe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig.
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Das ist jetzt rund 30 Jahre her. Ich kam als junger Pastor nach Ostfriesland. Auf begeisternde und eindrucksvolle erste Jahre folgten plötzlich Schwierigkeiten, und ich suchte Hilfe. Damit begann eine Lernaufgabe, die mich bis heute begleitet und noch nicht abgeschlossen ist. Schon damals habe ich mir einen Satz gemerkt: Du musst in jungen Jahren dafür sorgen, dass du gut alt wirst. Lernen kann man auch im Alter, aber die Kraft nimmt mit den Jahren ab, und mit ihr die Möglichkeit, notwendige Veränderungen anzustoßen.
Auf den letzten Seiten der Bibel, in der Offenbarung Kapitel 22, da beschreibt der Seher Johannes eine solche Situation. Er blickt auf das Ende, auch das Ende unserer Zeit, und sieht es so: „Wer Unrecht tut, soll ruhig weiter Unrecht tun. Wer unrein ist, soll ruhig weiter unrein bleiben. Aber wer gerecht ist, soll weiter gerecht handeln. Und wer heilig ist, soll sich weiter um Heiligkeit bemühen."
Anders gesagt: Wir leben meistens so weiter, wie wir im Innersten geprägt sind.
Ob es um Sport geht, um Gesundheit, Ernährung, seelische oder psychische Fitness oder um etwas ganz anderes: Es ist schwer, am Ende noch das Ruder herumzureißen, wenn wir unser ganzes Leben schlecht unterwegs waren. Wir machen einfach weiter wie bisher. Wenn dagegen gute Grundlagen früh gelegt werden, tragen sie uns durch das ganze Leben. Das gilt auch für die Beziehung zu Gott. In ihr werden wir trotz all unserer Fehler bis zum Ende getragen, und darüber hinaus. Eine Entscheidung dafür aufzuschieben, davor kann ich nur abraten.