31.12.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Schlangenbiss

Das Volk kam zu Mose, und sie sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zum HERRN, damit er uns von den Schlangen befreit. Und Mose betete für das Volk.

4. Mose 21,7

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In der Bibel ist die Schlange ein Bild für den Teufel. Er windet sich, schleicht sich an, zischt und tötet. Das war schon im Paradies so.

In der Wüste ist es nicht anders. Schlangen machen sich im Lager Israels breit. Erstaunlich: Gott schickt sie. Die Schlangen machen den Aufstand gegen Gott sichtbar. Israel ist das Essen leid, das Gott tagtäglich serviert. Die Schlangen töten inzwischen etliche aus dem Volk. Jetzt sind Israeliten alarmiert und gehen zu Mose:

„Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bete zum Herrn, damit er uns von den Schlangen befreit. Und Mose betete für das Volk.“ (4. Mose 21,7)

Das Volk gibt zu: Wie damals Adam und Eva haben wir uns aufmischen lassen. Wir haben auf die Stimme des Teufels gehört: „Gott versorgt euch nicht richtig. Er könnte auch anders. Gott enthält euch das gute Essen vor.“

Sie sind dieser Stimme gefolgt, statt Gott zu glauben, dass er sie gut versorgt und nach der Wüstenzeit in ein fruchtbares Land führt. Mose betet und Gott zeigt ihm und dem Volk einen Ausweg.

Den zeigt Jesus Christus, der Sohn Gottes, auch mir. Es ist der Blick auf das Kreuz, an dem Jesus die Schlange, den Teufel, besiegt hat. Gottvertrauen ist möglich – egal, was der Teufel mir ins Ohr flüstert.

Autor/-in: Pastorin Elke Drossmann