26.10.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Ruhezeit
Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
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Ruhe, bitte! Kennen Sie diese Schilder? Es gibt Orte, an denen ich mich ruhig verhalten sollte. Es gibt aber auch Zeiten, zu denen ich mich ruhig verhalten sollte: sonntags zum Beispiel. Haben Sie gestern ausgeruht?
Zurückführen kann ich den Gedanken der Sonntagsruhe auf einen Vers im 1. Buch Mose, Kapitel 2 (BB): „Am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er gemacht hatte. An diesem Tag ruhte er aus von all seiner Arbeit, die er getan hatte.“
Gott ruht am 7. Tag und ist mir damit Vorbild. Denn nach dem 6. Tag ist die Schöpfung noch nicht vollendet. Erst am siebenten Tag, an dem Gott aufhört zu tun. Das hebräische Wort für diesen Ruhetag lautet: Schabbat. Es bedeutet sowohl „ruhen“ als auch „aufhören“. Erst in dieser Ruhe kommt Gottes Werk zum Abschluss. Der Ruhetag ist Start und Ziel meiner Arbeitswoche.
Und was könnte ich an einem solchen Sonntag machen? Ein Vorschlag:
Erstens: Innehalten. Innehalten heißt im Augenblick präsent sein. Voll und ganz im Hier und Jetzt sein.
Zweitens: Ruhen. Der Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat schon Mitte des 17. Jahrhunderts die „vielfältige Geschäftigkeit der Menschen“ festgestellt und daraufhin bemerkt: „Alles Unglück der Menschen kommt von einem Einzigen: dass sie es nämlich nicht verstehen, in Ruhe in einem Zimmer zu sein.“
Drittens: Genießen. Etwas tun, das mir Freude bereitet! Ich versuche wieder zu lernen, etwas zu genießen.
Viertens: Gott schauen. Beten. Denn Beten ist Gott schauen.