14.01.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Rüstungsreport
Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.
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Vor sechs Wochen, zum Auftakt der Adventszeit, hat das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI seinen alljährlichen Bericht zur weltweiten Rüstung veröffentlicht. Tenor: Zumindest die Waffenschmieden dieser Welt haben Hochkonjunktur; mit Militärgerät lässt sich gutes, leider auch schmutziges Geld verdienen. Die Hersteller von Rüstungsgütern haben 2024 schwindelerregende 679 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Deutschland hat einen gehörigen Anteil an diesen Rüstungsmilliarden. Tendenz: weiter steigend.
Ein zweieinhalbtausend Jahre altes Prophetenwort spricht dieser Entwicklung Hohn: „Durch Heeresmacht und Kriegsgewalt wird nichts erreicht, sondern nur durch meinen Geist. Das sagt der Herr der himmlischen Heere.“ Kann man so nachlesen beim Propheten Sacharja – ziemlich am Ende der Hebräischen Bibel, des Alten Testaments.
Heeresmacht und Kriegsgewalt – bedrückend viele Staatenlenker und Machthaber dieser Welt setzen unverdrossen auf massive Aufrüstung und scheuen auch den Einsatz ihres Militärs nicht. Nehmen den Tod unbeteiligter Menschen und die sinnlose Zerstörung ungeheurer Werte in Kauf.
Es ist aus meiner Sicht heute so wahr wie zu Zeiten Sacharjas: Heeresmacht und Kriegsgewalt steigern zwar das Bruttosozialprodukt, aber unterm Strich gibt’s nur Verluste. Kriegstüchtig, aber gottvergessen: das ist ein ganz fataler Zustand. Der Gott Israels, der Vater Jesu Christi, weist uns Menschen einen ganz anderen Weg. Der Herr der Himmelsheere hat sich klein gemacht, hat den Weltmächten und den Weltherrschern ein Schnippchen geschlagen. Hat seine Feinde an die Wand geliebt.
Diese Welt braucht nach meiner Überzeugung nicht mehr Rüstungsmilliarden, sondern mehr Be-Geisterung für und durch den Geist Gottes.