17.07.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Reinigendes Gewitter
Der HERR wird seinem Volk Kraft geben; der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.
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An heißen Sommertagen gibt es manchmal diese drückende Schwüle. Die Luft steht, man bekommt kaum noch Luft und irgendwann sagt jemand: „Jetzt müsste es mal richtig gewittern.“
Dann kommt das Gewitter. Blitz, Donner und Sturm. Hoffentlich ohne große Schäden anzurichten, und danach ist die Luft wieder klar. Man räumt die toten Äste weg, alles ist neu grün. Man kann wieder atmen.
Dieses Bild kommt mir in den Sinn, wenn ich Psalm 29 lese. Dort wird Gottes Macht mit Sturm, Donner und Naturgewalten beschrieben. Und ganz am Ende heißt es überraschend:
„Der HERR wird seinem Volk Kraft geben, er wird es mit Glück und Frieden beschenken.“ (Psalm 29,11)
Nachdem sich Gottes Macht gezeigt hat, nach dem Gewitter, kommen also Glück und Frieden.
Ich habe etwas Ähnliches auch schon einmal erlebt. Ich habe mal Gott gebeten, mich zu verändern und mir zu zeigen, wo ich Jesus ähnlicher werden sollte. Und tatsächlich bekam ich dann von einigen Menschen Rückmeldungen, die mir überhaupt nicht gefallen haben.
Das war erst einmal unangenehm.
Im Rückblick war es aber hilfreich. Ich wurde aufmerksam auf Dinge, die dem Frieden mit anderen Menschen im Weg standen. Vielleicht ist das manchmal Gottes Art zu handeln, weil er es gut mit mir meint.
Er meint es gut. Er will mir Kraft geben, Glück und Frieden. Manchmal führt der Weg dahin durchs reinigende Gewitter. Und dann kann ich wieder aufatmen.