06.07.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Reich und tot
Der Mensch kann nicht bleiben in seiner Pracht, sondern muss davon wie das Vieh.
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Reich und tot
Was haben Albert Einstein, Johann Sebastian Bach, Kleopatra und Coco Chanel gemeinsam? Sie gehören zu den einflussreichsten Menschen der Geschichte, und sind tot.
Was haben Jeff Bezos, Elon Musk, Alice Walton und Jacqueline Mars gemeinsam? Sie gehören zu den reichsten lebenden Menschen, und sie werden sterben. So, wie alle anderen Menschen auch.
Das wussten schon die Söhne Korachs, als sie den Psalm 49 verfasst haben. Der gehört zu den Weisheitspsalmen. Er behandelt die Vergänglichkeit von Reichtum und den unausweichlichen Tod aller Menschen. Besonders in Vers 13 kommt das zum Ausdruck. Dort heißt es: „Durch Größe und Reichtum bleibt keiner am Leben; der Mensch geht ebenso zugrunde wie das Vieh.“
Die Söhne Korachs bringen mir hier nichts auf die sanfte Tour bei. Stattdessen sind die Worte eindeutig. Jedes Lebewesen, ob Mensch oder Tier, wird sterben. Und auch Reichtum ändert nichts daran. Zwar sind die meisten Menschen nicht so reich oder einflussreich wie Kleopatra oder Jeff Bezos, dennoch kann ich diesen Vers auf mich beziehen.
Ich frage mich: Welchen Stellenwert hat Geld und Besitz in meinem Leben? Wie wichtig ist mir der Einfluss einer Position? Wenn all das am Ende doch keine Bedeutung hat, was dann? Ich finde meinen Wert, meinen Sinn und mein Ziel bei dem, der mich gemacht hat: bei Gott.
Die Beziehung zu Gott ist mir das Liebste. Der Wert dieser Beziehung liegt nicht im Materiellen. Sie schenkt inneren Frieden und Freude über den Tod hinaus.