16.03.2026 / Audio-Beiträge

Regeln ausgedehnt, Vorbild gegeben

Steffen Schmidt über Markus 3, 4.

Dann fragte er die Anwesenden: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses? Soll man ein Leben retten oder es zugrunde gehen lassen?“ Sie schwiegen.

Markus 3, 4

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Jesus Christus ist Gottes Sohn – und das in Menschenform. Da sollte man ja meinen, er kenne sich in den Regeln seines Vaters bestens aus. Das sehen auch die Menschen seiner Zeit so. Und deshalb wird Jesus direkt abgewatscht, als er am Sabbat einen Mann heilt. Wir erinnern uns: Sabbat ist der Tag, an dem fromme Juden nicht arbeiten dürfen. Als Jesus dafür also Kritik einsteckt, sagt er: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses? Soll man ein Leben retten oder es zugrunde gehen lassen?“ ((Markus 3, 4) Jesus dehnt also die Regeln seines Vaters aus – ABER er beachtet auch das höchste Gebot, das er den Menschen weitergibt: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Und damit liefert Jesus uns direkt ein Beispiel für die Nächstenliebe und zeigt: Ich soll immer den Anderen im Blick haben – und das ungeachtet der Konsequenzen für mich.

Steffen Schmidt