09.04.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Orientierung statt planlosem Dümpeln

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, / den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.

Psalm 32,8

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Vielleicht kennen Sie das – da sitzt man auf dem Beifahrersitz mit einer riesigen Landkarte in der Hand und soll mal schnell sagen, ob man bei der nächsten Straße abbiegen soll. Wohl dem Menschen, der sich vorher schlau gemacht hat, wohin er oder sie will. Selbst wenn man ein schlaues Navigationsgerät besitzt – man muss ein definiertes Ziel eingeben, wenn es helfen soll, den Weg zu finden.

Wie sieht es aber im Alltag aus? Habe ich ein Ziel für mein Leben oder dümple ich vor mich hin, bis ich eines Tages nicht mehr sein werde? Mache ich, wonach mir gerade der Sinn steht, auch wenn ich anderen oder mir selbst damit schade? Nehme ich mir Zeit, umzukehren, wenn ich die falsche Richtung eingeschlagen habe? – Und wenn ja, wie funktioniert das dann?

David, dem viele Psalmen im Alten Testament zugeschrieben werden, kennt fatale Irrwege aus seinem eigenen Leben. In Psalm 32 beschreibt David, wie elend er sich fühlt, weil er sich verrannt hat. Weil er sich von Gott entfernt hat, anstatt gleich von verkehrten Wegen zurückzukehren zu Gott. Und er jubelt erleichtert darüber, wie befreit er leben kann, als er endlich vor Gott seine Schuld bekannt und sie bei ihm abgeladen hat.

Mitten in all diesen Gedanken erinnert sich David an eine Zusage Gottes, der seine Menschen nicht allein lässt in ihrer Not:

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, / den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. Psalm 32,8 (LUT 2017)

Der Gott, der David zurechtgeholfen hat, freut sich auch heute über alle, die mit ihrer Schuld und ihren Lasten zu ihm kommen und sich wieder neu ausrichten lassen.

Autor/-in: Annegret Schneider