24.09.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Noch Puste?

Nehmt euch ein Beispiel an denen, die Vertrauen und Ausdauer bewahrt und darum empfangen haben, was Gott versprochen hat.

Hebräer 6,12

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Puste ausgegangen. Ärger, Verfolgungen haben Christen lahm gelegt. Der Schreiber des Hebräerbriefes hat den Eindruck: Wie weggeblasen ist das Grundlegende. Doch er will nicht noch mal von vorne anfangen, sondern fordert die Christen damals heraus: Schaut euch Vorbilder des Glaubens an! Im Kapitel 11 nennt er etliche aus der Bibel, dem Alten Testament.

Kennen Sie Christen, die Vorbilder für Sie sind? Heute oder aus den Anfängen Ihrer Gemeinde? Manchmal reicht eine Begebenheit, die mir hilft, die Hürde zu nehmen, die mir das Vertrauen auf Jesus erschwert.

Damals hatten Christen andere Kämpfe auszufechten als wir heute. Dennoch hat der Vers 12 aus dem 6. Kapitel des Hebräerbriefes es bis heute in sich: „Nehmt euch ein Beispiel an denen, die Vertrauen und Ausdauer bewahrt und darum empfangen haben, was Gott versprochen hat.“

Gott lässt sich nicht treiben. Er spielt nicht mit, wenn wir uns heute gegenseitig antreiben. Deshalb können zwischen Ansage und Eintreffen gefühlt Ewigkeiten liegen. Versuche ich Gott anzutreiben, wie manch anderer oder warte ich einfach mit Jesus? Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr, womöglich Jahrzehnt für Jahrzehnt bis Jesus Gottes Versprechen einlöst?

Durchs Warten gewinne ich Abstand. Der Abstand ermöglicht mir einen Blickwechsel. Ich sehe mehr. Sehe mehr von dem, was Jesus mir zeigt. In solchen Momenten erlebe ich, wie unnötig es ist, die Peitsche zu schwingen. Was mit Menschen funktionieren mag, läuft bei Gott ins Leere. Gott wählt den Zeitpunkt, an dem passiert, was er zugesagt hat. Mit Jesus Warten hilft bei Puste zu bleiben.

Autor/-in: Pastorin Elke Drossmann