12.09.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Nicht zum Ärgern da

Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, dass ihr danach tut, auf dass ihr im Lande sicher wohnen könnt.

3. Mose 25,18

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Ich habe mal eine Werbung gesehen, die ich ziemlich gemein fand. Kinder saßen an einem Tisch, direkt vor ihnen Süßigkeiten. Die Aufgabe war klar: nicht anfassen, nicht aufessen, warten, bis der Erwachsene zurückkommt. Wenn sie das Schaffen, gibt es noch eine zweite Süßigkeit obendrauf.

Klingt einfach. War es aber nicht. Man konnte förmlich sehen, wie schwer ihnen das fiel. Gerade für Kinder ist Warten eine echte Herausforderung.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum wir Vorschriften so ungern mögen. Wir haben schnell das Gefühl: Da will mir jemand etwas wegnehmen. Da schränkt mich jemand ein. Da darf ich etwas nicht, was ich eigentlich gern tun würde.

In der Bibel sagt Gott zu seinem Volk, den Israeliten: „Haltet euch an meine Vorschriften und befolgt meine Gesetze genau, so werdet ihr sicher im Land leben.“ (3. Mose 25,18)

Das finde ich bemerkenswert. Gott sagt das nicht, um Menschen das Leben schwer zu machen. Seine Gebote sind keine Schikane. Sie sind Hilfe zum Leben. Sie sollen schützen. Sie sollen Orientierung geben. Sie sollen das Zusammenleben gut machen.

Und ja, für Israel gab es sogar noch eine Art Belohnung dazu: Sicherheit im Land. Das ist schon stark. Aber zuerst sind Gottes Weisungen nicht Prämie, sondern Fürsorge.

Ich vergesse das leicht. Vielleicht Sie auch. Dabei lohnt es sich, Gottes Gedanken nicht als Einschränkung zu sehen, sondern als gute Hilfe.

Wie wäre es, wenn Sie heute einmal genau so auf Gottes Gebote schauen, wie sie in der Bibel zu finden sind?

Autor/-in: Bernd Kortmann