16.03.2022 / Audio-Beiträge

Nicht von dieser Welt

Markus 12,35+37

Als Jesus im Tempel lehrte, fragte er seine Zuhörer: »Wie kommen eigentlich die Schriftgelehrten dazu, zu sagen, der Messias sei der Sohn Davids? ... Der Messias wird also von David ›Herr‹ genannt. Wie kann er dann Davids Sohn sein?«; Die Menschen kamen in großer Zahl und hörten Jesus gern zu.

Markus 12,35+37

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Familienforschung ist hip. Von den USA etwa heißt es, sie sei das zweitliebste Hobby im Land – nach dem Gärtnern. Herkunft ist vielen sehr wichtig. Die Juden zum Beispiel warten auf den legitimen Nachfolger des legendären Königs David, der ihnen endlich mal die Vormachtstellung in der Welt herstellen soll. Allerdings ist das wohl deutlich zu kurz gedacht. David selbst gibt in einem seiner Psalmen schon zu verstehen, dass man mit »Davidssohn« das Geheimnis und die Bedeutung des Messias noch keineswegs zureichend erfasst hat. Und Jesus? Der, von dem die Christenheit sagt, er sei dieser Messias? Den sehe ich zwinkernd lächeln, wenn ich seine Aussage in der Bibel lese: »Der Messias wird von David ›Herr‹ genannt. Wie kann er dann Davids Sohn sein?« (Markus 12,35+37) … Pssst: Jesus ist es! Aber es geht nicht um Politik, nicht um Hoheitsgebiete und Macht, sondern um Leben, nicht von dieser Welt.

Mirjam Langenbach