14.08.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Nicht bei allem mitmachen
Und er sprach zu Joschafat: Willst du mit mir ziehen in den Kampf nach Ramot in Gilead? Joschafat sprach zum König von Israel: Ich will sein wie du und mein Volk wie dein Volk und meine Rosse wie deine Rosse.
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Manchmal möchte ich unbedingt Frieden mit einem Menschen haben. Man möchte sich gut verstehen. Schließlich gehört man doch zusammen. Also sucht man den Kontakt und versucht, gemeinsam unterwegs zu sein.
Und dann merke ich: Wir haben ganz unterschiedliche Wertvorstellungen. Mir ist wichtig, nur Dinge zu tun, von denen ich überzeugt bin, dass sie mit Gottes Willen übereinstimmen. Dem anderen ist das nicht so wichtig.
Vor so einer Situation stand auch Joschafat. Er war vor knapp 2.900 Jahren König von Juda, dem südlichen Teil des geteilten Landes Israel. Der König des nördlichen Israel, das sich von Gott abgewandt hatte, hieß Ahab. Die Familien waren verschwägert.
Ahab fragte Joschafat, ob er mit ihm in den Krieg ziehen wolle. Und Joschafat antwortete: „Ich will sein wie du und mein Volk wie dein Volk.“ (1. Könige 22,4)
Das ging beinahe schief. Joschafat geriet in Lebensgefahr, doch Gott rettete ihn.
Später wollte Ahasja, der Sohn Ahabs, seine Leute auf Joschafats Handelsschiffen mitfahren lassen. Diesmal sagte Joschafat Nein. Er hatte gelernt: Frieden suchen ist gut. Aber ich muss nicht bei allem mitmachen.
Das kann für mich heute heißen: Ich bleibe freundlich. Ich wünsche dem anderen Gutes. Aber wenn ich merke, dass mich eine Beziehung immer wieder von dem wegzieht, was ich als richtig erkannt habe, brauche ich Abstand.
Ich kann sagen: Ich mag dich. Aber dabei mache ich nicht mit. Noch nicht einmal um des lieben Friedens willen.