20.04.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Montagsangst
Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zwölf Stämme in der Zerstreuung: Seid gegrüßt! Meine Brüder und Schwestern, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.
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Ich vermute, ich bin nicht allein damit: Der Wochenanfang fällt mir oft richtig schwer. Nach einem schönen Wochenende wieder in den Alltagsmodus zu finden, das schmeckt mir gar nicht.
Aber das Leben will nun mal weitergelebt werden, und der Glaube an Gott lebt nicht von Sonntagsgedanken. Das macht mir ein Satz aus dem Jakobusbrief, Kapitel 1, Vers 22, klar: „Seid Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“ Nur kurz hinhören und nichts tun, was Gottes Liebe in Leben verwandelt, so kann echter Glaube nicht funktionieren. Das wäre ja so, erläutert der Briefschreiber, als würde sich jemand morgens im Spiegel betrachten und meinen, jetzt wüsste er, wer er ist. Das ist zu kurz gedacht. Zu einfach. Nicht lebenstauglich.
Damit niemand auf diese Art von Selbstbetrug hereinfällt, wiederholt der Jakobusbrief an mehreren Stellen seinen Kernpunkt. „Anders der Mensch, der tief und anhaltend in das vollkommene Gesetz Gottes blickt, das uns frei macht. Er hört nicht nur hin, um es gleich wieder zu vergessen, sondern handelt danach. Freuen darf sich, wer das wirklich tut (Vers 25).“ Ins Handeln kommen, immer wieder neu, darum geht es. Um das Abenteuer, dass ich mich selbst, das Leben, Gott und seine Menschen tiefer und in Echtzeit kennenlernen kann.
Also gehe ich doch wieder los, lasse die Montagsangst hinter mir, damit die Freude am Leben wieder eine Chance hat.
Infos zum Jakobusbrief: