07.03.2025 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Loslassen als Hauptgewinn

Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn, und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

2. Mose 2,10

Ihr Browser unterstützt HTML5 Audio nicht!

Jede Mutter lässt eines Tages ihr Kind los. Lässt ihr Kind das erste Mal allein bei Verwandten oder Freunden - wie aufregend für alle Beteiligten.

Vor mehr als 3200 Jahren weiß eine Mutter: Mein Junge hat nach dem neuen Gesetz des Pharao kein Lebensrecht. Nach drei Monaten vertraut sie ihren Jungen Gott an und setzt ihn in einem wasserdichten Korb im Nil aus. Dort findet ihn ausgerechnet die Tochter des Pharao. Wie aufregend: Die Prinzessin gibt den Jungen seiner Mutter für die Stillzeit zurück. Für ein paar Jahre hat sie das große Los gezogen.

Die Mutter lässt ihren Jungen erneut los – dazu heißt es im 2. Buch Mose, Kapitel 2, Vers 10: „Als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn, und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.“

Die Mutter verliert ihren Sohn an die Tochter des Gesetzgebers. Jahrzehnte danach wird  Gott selbst Mose „aus der Wüste ziehen“. Denn der Pharao soll unzählige Menschen loslassen. Allesamt Israeliten, wie Mose. Die Tochter des Gesetzgebers verliert Mose endgültig an Gott.

Mose lässt seine Vergangenheit los und verhandelt im Auftrag Gottes mit dem Pharao – bis das Volk Israel frei ist.

Wer seine eigene Vorstellung vom Leben im Vertrauen auf Gott loslässt, gewinnt bis heute. Schon probiert?

►   Infos zum 2. Buch Mose

Autor/-in: Pastorin Elke Drossmann