18.07.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Losgeschickt im Namen des Meisters
Jesus spricht zu den Jüngern: Wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, dann esst, was euch vorgesetzt wird, und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.
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Zu jedem Ausbildungsberuf gehören Theorie und Praxis. Egal, ob die Auszubildenden den Schreinerberuf, das Konditorhandwerk, die Krankenpflege oder den Mediengestalter erlernen wollen, alle müssen die jeweilige Theorie beherrschen, denn Fachwissen gehört nun einmal dazu. Aber was wäre ein Schreiner, der nie den Umgang mit einer Säge gelernt hat oder ein Koch, der noch nie einen Herd bedient hat? Bestenfalls ein Mensch mit viel theoretischem Wissen, den man im Alltag aber nicht gebrauchen kann. Die Praxis darf in keinem Fall fehlen.
Bei Jesus war das genauso. Nachdem er sie gelehrt hatte, schickte er 72 Schülerinnen und Schüler zu praktischen Übungen los. Dazu lese ich im Lukasevangelium:
Jesus spricht zu den Jüngern: Wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, dann esst, was euch vorgesetzt wird, und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen. (Lukas 10,8–9)
Ich lerne folgendes: Wer seinerzeit im Auftrag Jesu unterwegs gewesen ist, von dem wurde ein gewisses Maß an Etikette erwartet. Dazu gehörte beispielsweise, die angebotene Gastfreundschaft anzunehmen und dankbar das zu essen, was einem aufgetischt wurde. Außerdem sollten sie sich den Kranken zuwenden und den Bewohnern der Stadt Gottes Nähe verkünden.
Wie wohl heute ein Praktikum bei Jesus aussehen würde?