07.04.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Krasser Gegensatz

Und er predigte und sprach: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe löse.

Markus 1,7

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Der Mensch ist doch ein seltsames Wesen, finde ich. Da gibt es viele bekannte Personen, die sich sicher sind, was und wie sie über Gott denken können. Zum Beispiel einen Friedrich Nietzsche, der schlankweg behauptet hat: Gott ist tot. Oder Stephen Hawking, der überzeugt war: „Es gibt keinen Gott. Niemand steuert das Universum.“ In meinen Augen sind das Ausdrücke menschlichen Hochmutes.

Es gibt aber auch Menschen, die sehen das ganz anders. Sie wissen: „Gott gibt es – und ich bin sein Geschöpf, sein Werk“. Zum Beispiel dieser populäre Redner und Influencer vor 2.000 Jahren. Zitat: „Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe löse.“ Das sagt Johannes der Täufer.

Laut Bibel war er einer, der sich nach menschlichem Ermessen wirklich etwas einbilden konnte – schließlich war er der Bote schlechthin, der auf Jesus hingewiesen hat. Dieser göttliche Auftrag war schon vor seiner im wahrsten Sinne des Wortes „wunderbaren“ Geburt klar.

Trotzdem bildet sich Johannes zeit seines Lebens nichts darauf ein. Und Jesus selbst setzt noch einen drauf: er ist Gott und Mensch zugleich und macht sich selbst klein – in dem er sich selbst bückt und seinen Freunden die Füße wäscht. Bei ihm gehen wahre Größe, wahre Demut und wahre Liebe Hand in Hand.

Und ich? Ich glaube, dass es Gott gibt und will mich in meiner Haltung daher gern an Johannes orientieren -  und lieber noch an Jesus.

Autor/-in: Claudia Mertens