24.06.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Kontrollverlust
Als aber die Männer Israels sahen, dass sie in Nöten waren, weil das Volk bedrängt wurde, verkrochen sie sich in die Höhlen und Klüfte und Felsen und Gewölbe und Gruben.
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Menschen auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung. Dieses menschengemachte Leid hört nicht auf und begleitet uns seit uralten Zeiten. Da wird zum Beispiel in der Bibel in 1. Samuel 13,6 Folgendes berichtet: „Als aber die Männer Israels sahen, dass sie in Nöten waren, weil das Volk bedrängt wurde, verkrochen sie sich in die Höhlen und Klüfte und Felsen und Gewölbe und Gruben.“
Diese Szene vor rund 3.000 Jahren erinnert mich an den Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Auch an diesem Tag haben Männer, Frauen und Kinder versucht sich zu verstecken, um brutaler Gewalt zu entkommen.
Schon zu biblischen Zeiten steht das Volk Israel unter massivem Druck – damals durch die Philister. Die Lage scheint aussichtslos. Das Volk erlebt einen Kontrollverlust. Zusätzlich ist die äußere Not verbunden mit einer inneren Krise: König Saul wartet nicht auf Gottes Weisung, sondern ergreift in seiner Panik eigenmächtig die Initiative. Das Staatsoberhaupt verliert die Nerven und das Volk verkriecht sich.
Gerade in der Krise zeigt sich, worauf ein Mensch vertraut: auf Gottes Eingreifen — oder auf eigene Lösungen. Auch ich kenne Zeiten, in denen ich unüberlegt handle, ohne Gott um Rat zu fragen.
Oder in denen ich mich am liebsten verkriechen würde: vor Konflikten, schwierigen Entscheidungen oder hohen Erwartungen. Leider verschwindet nicht jede Angst und nicht jede Gefahr – auch wenn ich Gott vertraue. Aber mit seinem Beistand wird doch manches leichter. Denn Gott will mir innere Ruhe mitten im Sturm schenken.