01.07.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Klimawandel

Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hinauf und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufhält!

1. Könige 18,44

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Manche Menschen bringt ein Wort wie „Klimawandel“ augenblicklich auf die Palme. Dabei gibt es den Sachverhalt, den das Wort beschreibt, seit Urzeiten. Auch menschengemachter Klimawandel hat sich in historischen Quellen niedergeschlagen.

Das 1. Buch der Könige spricht in den Kapiteln 17 und 18 von einer mehrjährigen Klimakatastrophe im Nahen Osten. Im 9. Jahrhundert vor Christus wurde das Nordreich Israel von einer verheerenden Dürre heimgesucht. Drei Jahre lang fiel kein Tropfen Regen.

Was hat die Katastrophe ausgelöst? In der Antike haben zwar auch schon maßlose menschliche Eingriffe in die Natur für klimatische Veränderungen gesorgt – aber im konkreten Fall hat die Katastrophe eine spirituelle Ursache. Ahab, der König des Nordreiches Israel, hat sich nicht um Gottes Weisungen geschert, sondern mit voller Absicht ein Gegenprogramm verfolgt. Ausbaden mussten es seine Untertanen – und das ganze Land. Die Dürre war Gottes Quittung für das verhängnisvolle Fehlverhalten des Königs.

Wie lässt sich die Katastrophe stoppen und weiteres Unglück abwenden? Durch Sinneswandel. Umkehr und Neuausrichtung – auf den Gott Israels. Das erweist sich als Geduldsprobe. Kann man nachlesen im 1. Buch der Könige Kapitel 18 ab Vers 40: Sechsmal lässt der Prophet Elia seinen Diener nach dem verheißenen Regen Ausschau halten, anfänglich zeigt sich kein Wölkchen am Himmel – doch beim siebten Mal sieht der Diener eine winzige Wolke aufziehen. In Nullkommanichts zieht es zu, der Himmel öffnet seine Schleusen – ergiebiger Regen fällt.

Gut Wetter zwischen Gott und Menschen: Das gibt’s. Und es ist wie im Fall des Nordreiches Israel Ergebnis einer Vertrauensübung.

Autor/-in: Markus Baum