29.01.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Keine hoffnungslosen Fälle
Und sie sollen sich nicht mehr unrein machen mit ihren Götzen und Gräuelbildern und allen ihren Sünden. Ich will sie retten von allen ihren Abwegen, auf denen sie gesündigt haben, und will sie reinigen, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
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Wie viel Anläufe darf man eigentlich nehmen, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt? Das fängt ja schon in der Schule an, wenn der Schüler oder die Schülerin eine sogenannte Ehrenrunde drehen muss. Die Leistungen haben noch nicht gereicht. Gut, wenn es Lehrer gibt, die trotzdem vielleicht verstecktes Vermögen erkennen und auch fördern können. Wenn sie Hoffnung haben in einer für die Betroffenen vielleicht hoffnungslosen Situation. Das ist Hoffnung, die von außen kommt.
Darauf waren vor 2.600 Jahren auch die Menschen aus dem Volk Israel angewiesen, als sie aus ihrer Heimat verschleppt wurden und in babylonische Gefangenschaft mussten. Sie hätten Licht für die Welt sein sollen, aber wie sie lebten und was sie sagten, es reichte nicht. Sie müssen erkannt haben, dass ihre Strafe berechtigt waren. Damit war ihre Situation hoffnungslos. Aber: Es kam Hoffnung von außen. Mehr noch. es kam Hilfe von außen.
Gott hat dem Volk Israel damals durch den Propheten Hesekiel sagen lassen: „Ich befreie sie von Ihrer Schuld und mache sie wieder rein. Ich bringe sie von ihren Irrwegen zurück. Sie werden mein Volk sein.“ In aller Ausführlichkeit darf der Prophet beschreiben, was Gott alles tun wird, um dieses Volk doch noch zu retten. Hesekiel darf Hoffnung geben. Und Gott ist dabei der Aktive, er handelt. Für sein Volk, aus Gnade. Darum gilt bis heute: Bei Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle.