30.04.2025 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Keine Chefallüren
Ich nenne euch hinfort nicht Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan.
Ihr Browser unterstützt HTML5 Audio nicht!
Wenn meine Chefin mir eine Aufgabe gibt – wie motiviert erledige ich diese? Bei mir persönlich spielt dabei folgendes eine Rolle: Ich liebe es, wenn ich auf Augenhöhe informiert und miteinbezogen werde.
Dass wir Menschen so ticken - das weiß auch Jesus. Er hat einen Auftrag für seine Lehrlinge, seine Jünger. Mit ihnen ist er schon eine ganze Weile unterwegs. Aber Jesus weiß, dass er bald in den Himmel zurückkehren wird. Wie seine Jünger dann auf der Erde weiterleben sollen - darauf bereitet er sie vor. In Johannes 15 gibt Jesus genaue Anweisungen für das Leben in der Welt. Sein Vater im Himmel ist der Chef. Doch der will keinen blinden Gehorsam – zum Beispiel beim Einhalten der 10 Gebote. Jesus erklärt seinen Nachfolgern in Vers 15: „Ich nenne euch nicht mehr Diener, weil ein Herr seine Diener nicht ins Vertrauen zieht. Ihr seid jetzt meine Freunde, denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe.“
Jesus betont an dieser Stelle die freundschaftliche Beziehung zwischen Gott und seinen Geschöpfen. Was manchen irdischen Vorgesetzten schwer fällt, ist für Gott oberste Priorität: Er sieht die Menschen nicht als Mitarbeiter oder Befehlsempfänger, sondern als Vertraute. Jesus gibt alles weiter, was er selbst von seinem Vater weiß. Es bleiben keine Geheimnisse, keine Distanz. Durch die Vermittlung von Jesus teilt Gott sein Herz mit uns. Er lässt uns seine Gedanken und seine Pläne wissen. Jetzt liegt es an mir: Will ich meine Beziehung zu Jesus immer mehr wie eine liebevolle Beziehung gestalten?