26.03.2023 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Kann ich Gott sehen?

Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.

Johannes 1,18

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Täglich beantworte ich Einträge aus den sozialen Medien. Das gehört zu meinen Aufgaben, die ich zwischendurch erledige. Was die Leute auf Facebook, YouTube und anderswo schreiben, erstaunt und erschreckt mich immer wieder. Von ehrlicher Betroffenheit oder verzweifelter Bitte um Gebetsunterstützung bis hin zu hämischen Einträgen, Spott oder bissigen Kommentaren begegnet mir so ziemlich alles. Oft geht es um Gott und noch häufiger um die Person Jesus.

Mir wird als Christ vorgeworfen, dass ich an eine Illusion glaube. Gott sei ein Fabelwesen. Es könne ihn nicht geben, weil noch niemand ihn bisher gesehen hat.

Der Apostel Johannes stimmt zu. Gleich in den ersten Versen des Johannes-Evangeliums schreibt er:

Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige Sohn hat ihn uns offenbart, er, der selbst Gott ist und an der Seite des Vaters sitzt. (Johannes 1, Vers 18 Übersetzung NGÜ)

Gott wohnt im für mich unzugänglichen Himmel. Er ist für mich unerreichbar und deshalb auch unsichtbar.

Weil ich nicht zu Gott kommen kann, macht er sich auf und kommt zu mir. Gott offenbart sich mir in Jesus Christus. An anderer Stelle überliefert Johannes folgende Worte von Jesus: Wer mich sieht, der sieht den Vater. (Johannes 14, Vers 9)

Alles, was ich tun muss, um mir ein Bild von Gott zu machen, ist, Jesus Christus anzuschauen. In ihm offenbart sich Gott.

Autor/-in: Wolf-Dieter Kretschmer