28.10.2023 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Kampf dem schlechten Gewissen
Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
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Das schlechte Gewissen. Es nagt und bohrt. Es zieht Menschen runter und macht krank. Höchste Zeit, dem schlechten Gewissen den Kampf anzusagen. Unterstützung gibt es dabei in der Bibel, und zwar im Neuen Testament, ziemlich weit hinten, im 1. Johannesbrief. „Unser Gewissen kann uns nicht mehr verurteilen“, heißt es dort. Und weiter: „Wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott barmherziger mit uns ist als wir selbst. Er kennt uns ganz genau.“
Was für eine Entlastung, was für eine Befreiung. Mein Gewissen ruht allein in Gottes Hand. Und der ist großzügiger mit mir als ich selbst. Klingt verrückt – und ist es auch. Denn Gott verrückt die Perspektive.
Mit seiner Sichtweise heißt das: Es kommt darauf an, die Dinge nüchtern anzuschauen. Mündig und mit klarem Kopf. Ehrlich vor mir selbst, ehrlich vor Gott ehrlich vor den Menschen.
Das schlechte Gewissen würde mich nur blockieren. Selbstzerfleischung und Grübeln wären die Folge. Doch das würde niemandem helfen, weder mir noch den Betroffenen um mich herum. Gott hingegen schenkt Freiheit. Freiheit, Schuld nüchtern zu benennen und auszuräumen. Nicht gewissenlos, aber ausgestattet mit klarem Kopf und ausgestattet mit einer mündigen Souveränität.