13.09.2026 / Audio-Beiträge
Jesus, der Unkorrekte
Katrin Faludi über Matthäus 6,5.
Und nun zum Beten. Wenn ihr betet, seid nicht wie die Heuchler, die mit Vorliebe in aller Öffentlichkeit an den Straßenecken und in den Synagogen beten, wo jeder sie sehen kann. Ich versichere euch: Das ist der einzige Lohn, den sie jemals erhalten werden.
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Es gibt ein Vorurteil über Christinnen und Christen: Dass sie superfromm wären und sich für was Besseres hielten. Und dass sie mit Argusaugen darüber wachen, dass andere ihre Regeln einhalten. An solchen Klischees ist was dran, das ist wahr. Das war aber auch schon durch die Jahrtausende so. Und ausgerechnet Jesus Christus hat ja gesagt: „Wenn ihr betet, seid nicht wie die Heuchler, die mit Vorliebe in aller Öffentlichkeit an den Straßenecken und in den Synagogen beten, wo jeder sie sehen kann. Ich versichere euch: Das ist der einzige Lohn, den sie jemals erhalten werden.“ (Matthäus 6,5) Damit darf sich mancher Superchrist angesprochen fühlen. Jesus ging es nie darum, totale Korrektheit raushängen zu lassen, im Gegenteil. Er war nach damaligem Verständnis der Unkorrekteste von allen. Und genau deshalb voll authentisch.
Katrin Faludi