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11.01.2009 / Wort zum Tag
Jesaja 26,19
Deine Toten werden leben.
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Für Trauernde ist der Tod wie ein grässlicher Dieb. Plötzlich schleicht er sich ins Haus, entreißt einen lieben Menschen aus unserer Mitte. Klar, wir kennen unsere Vergänglichkeit. Nichts ist so todsicher wie der Tod. Und trotzdem erreicht uns der Tod meist auf dem falschen Fuß. Gibt es einen Trost, gibt es eine Hoffnung über alle Trauer hinaus?
Beim Propheten Jesaja heißt es im Kapitel 26, 19: „Deine Toten werden leben.“ Zuvor redet er mit ernsten Worten vom Gericht Gottes (Jes. 24). „Die Erde wird taumeln wie ein Betrunkener und wird hin und her geworfen (24,20).“ Aber der Blick des Propheten schaut noch weiter: „Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden“ (26, 3). Gott wird siegen. Und so stimmt das Volk Gottes ein Loblied an (Kap. 26). Gegen Ende diese Lobpreises heißt es dann: „Die Toten werden leben“ (26, 19). Das ist wie eine heller Lichtstrahl der Ewigkeit in unserer finsteren Welt. Welch ein Ausblick!
Vor einiger Zeit habe ich von einem Afrikaner gelesen, dessen Kind verstorben ist. Unter großer Anteilnahme wurde das Kind beerdigt. Nachdenklich schauten viele an ein Täfelchen, das der Vater am Grab angebracht hatte. Darauf die Aufschrift: „Der Tod hat keine Hände!“ Was meinte der Vater damit? Weil der Vater an die Auferstehung Jesu geglaubt hat, sah er sein Kind nicht in den grausamen Pranken des Todes. Er sah seine Tochter viel mehr in der Händen des lebendigen Gottes. Selbst der Tod konnte nicht verhindern, dass sein Kind in die Hände Gottes fiel: Vertrauen auch Sie diesem Jesus - mitten im Leben, aber auch im Sterben!