04.05.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Ist Gott ein guter Berater?
sprachen Asarja, der Sohn Hoschajas, und Johanan, der Sohn Kareachs, und alle aufsässigen Männer zu Jeremia: Du lügst! Der HERR, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt und gesagt: »Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen, um dort zu wohnen«,
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Ist Gott ein guter Berater?
Wen fragen Sie, wenn Sie eine schwere Entscheidung zu treffen haben und nicht wissen, was dran ist? Haben Sie gute Freunde oder Verwandte, von denen Sie in schwierigen Situationen gelegentlich einen guten Rat bekommen?
Die Israeliten zur Zeit des Propheten Jeremia – vor 2.600 Jahren also – wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Die Babylonier haben das Land erobert und viele Juden mitgenommen in die Gefangenschaft. Nun stellt sich für die Verbliebenen die Frage: Bleiben oder gehen? Droht auch ihnen noch Tod oder Gefangenschaft? Die Flucht nach Ägypten scheint sicherer.
Sie bitten den Propheten Jeremia Gott zu fragen, was sie tun sollen. Jeremia tut, wie ihm geheißen, und richtet ihnen die glasklare Antwort Gottes aus: „Bleibt im Land, geht nicht nach Ägypten, sonst trifft euch dort das Unglück, vor dem ihr hier fliehen wollt.“
Aber die Israeliten glauben Jeremia nicht, dass seine Worte von Gott sind, oder sie wollen es einfach nicht wahrhaben, weil sie im Grunde längst selbst entschieden haben, was sie tun wollen. Dem Propheten werfen sie Lüge vor: „Du lügst! Der Herr, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt. Er hat uns nicht davor gewarnt, nach Ägypten zu fliehen und uns dort niederzulassen.“ Und so laufen sie in ihr Elend, nach Ägypten.
Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt: „Bleiben oder gehen?“ Haben Sie Gott schon einmal gebeten, Ihnen zu zeigen, wie es weitergehen soll? Das ist prinzipiell eine gute Idee. Aber die Einstellung „Ich höre mir das mal an und dann kann ich ja immer noch selbst entscheiden“ ist gefährlich. Gott meint es gut mit uns Menschen, aber sein Anspruch ist klar. Gott lässt sich nicht darauf ein, dass er der Berater ist und wir der Chef. Er ist der Herr.
Sind Sie bereit, auch auf unbequeme Worte Gottes zu hören, oder behalten Sie sich selbst die letzte Entscheidung vor?