03.06.2026 / Aktuelles vom Tag
Iran: „Hoffen auf Krieg?“
Von der verzweifelten Hoffnung auf eine bessere Zukunft im Iran.
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Drei Monate lang hat Noah (Name von Redaktion geändert) nichts von seinen Verwandten im Iran gehört, nun konnte er endlich per WhatsApp mit ihnen telefonieren. Eltern und Geschwister leben, doch ihre Sorgen sind groß: „Verhaftungen und Hinrichtungen von Regimegegnern haben zugenommen,“ so Noah. Die Zerstörungen in seiner Heimatstadt sind massiv, „doch meine Verwandten haben mehr Angst vor dem Mullah-Regime als vor den amerikanischen und israelischen Bomben.“ Sie hoffen auf die Fortsetzung des Kriegs, sagt Noah.
Mehr als 300 000 Menschen mit iranischen Wurzeln leben in Deutschland, Noah ist einer von ihnen. Unterstützung findet er in der Emmanuel Church in Chemnitz, eine Gemeinde des Missionswerks OM. Daniel Brosi gehört zum Leitungsteam: „Wir versuchen, Iranerinnern und Iranern Hoffnung und Begleitung zu geben.“ In sozialen Foren, die von Exil-Iranern betrieben werden, nimmt Brosi sehr viel Unverständnis wahr gegenüber der Bundesregierung und anderen europäischen Ländern: „Da ist sehr viel Enttäuschung, auch Wut, wie unkritisch die Regierungen dem politischen Islam gegenüberstehen.“ Ein Beitrag von Regina König.