29.07.2026 / Lied der Woche

Ich werde geliebt (4/7)

Lukas Linder über das, was passiert, wenn man aufhört, vor sich selbst wegzulaufen.

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Das Lied der Woche: „Ich werde geliebt" von Lukas Linder.

Das Lied hat für den Singer Songwriter eine besondere Bedeutung, denn es ist der Song, der ihn begleitet hat in einer persönlichen Glaubenskrise. 2022 hatte er schon den Refrain geschrieben und dabei gemerkt: Als Christ weiß er in der Theorie, dass Jesus ihn bedingungslos liebt. Aber in der Realität scheint ihm Gott einfach nur abwesend. Drei Jahre später entscheidet sich Lukas, sich seinen Zweifeln zu stellen. Er berichtet:

„Der Moment, mein Herz zu öffnen, war erstmal unfassbar schmerzhaft. Ich habe gemerkt, wie viel Schmerz, wie viel Dunkelheit im eigenen Menschenherz verborgen ist. Gott kennt das Herz – aber die Frage ist: Kenne ich mein Herz? Oft laufen wir davor weg, hinzuschauen, was in unserem Herzen liegt, weil es uns mit der eigenen Geschichte, vielleicht auch mit der Dunkelheit der eigenen Geschichte konfrontiert. Und das will ich nicht fühlen, nicht wissen, nicht hören – und ignoriere es und laufe unwissend durch das Leben.

Aber sobald ich anfange, still zu werden, in mein Herz zu schauen, ehrlich zu werden, kommen diese Dinge hoch. Was ich erlebt habe: Ich war nicht alleine. Gott war da und hat mich getragen und gehalten. Das ist ein Prozess, der noch nicht aufgehört hat. Ich habe mir dann auch therapeutische Hilfe geholt, um Themen aufzuarbeiten. Dabei habe ich gemerkt, dass ich immer mehr in mein Herz gehen konnte und wie sehr die Liebe Gottes dort schon auf mich gewartet hat. Sie war schon längst da.

Drei Jahre, nachdem er den Refrain seines Songs geschrieben hat, beginnt Lukas Linder, die Strophen seines Liedes zu komponieren. Zu denen gibt es mehr morgen, bei der nächsten Folge vom Lied der Woche.
 

Autor/-in: Tanja Rinsland