26.04.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

"Ich geb' dir mein Herz ..."

Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.

Matthäus 6,20

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„Singen ist mein Leben!“, schwärmt die junge Teilnehmerin des Talentwettbewerbs. Auf dem Betzenberg hört man die Westkurve schrei’n: „Alles für den Verein!". Mancher lernt die Datenblätter von schicken Autos auswendig, die sein Budget weit überschreiten; andere geben buchstäblich alles für die Familie. Und wahrscheinlich haben wir alle schon mal so etwas gedacht wie: „Wenn ich nur genug Geld hätte für dieses oder jenes, dann! … Ja dann …“

Jesus erklärt im Matthäusevangelium: „Die Dinge, die einen ganz besonderen Wert für dich haben, für die lebst du am Ende auch.“ (Matthäus 6,21 VXB). Martin Luther drückt es so aus: "Was der Mensch liebt, das ist sein Gott. Er trägt es in seinem Herzen. Er bewegt es Tag und Nacht in sich. Es sei, was es sei: Reichtum oder Geld, Vergnügen oder Ehre."

Jeder Mensch trägt etwas im Herzen, auf das er sich verlässt – besonders in Nöten. Und das „Ansparen“ an sich ist ja auch kein Problem, in manchen Fällen sogar geboten. Natürlich liebe ich meine Familie und wir halten zusammen. Ehrlicher Fleiß oder Unternehmertum sind nicht verwerflich. Aber wenn ich meine ganze Aufmerksamkeit, meine Sorgen, meinen Eifer und meine Zeit diesen Bestrebungen widme; wenn ich mein Vertrauen auf irdische Dinge wie Geld, Gut, Klugheit oder Macht setze, dann mache ich sie zu meinem Gott.

Und dann habe ich ein Problem. Was hilft? Sich nichts zum Gott machen, sondern sich direkt an den Lebendigen wenden. Bei ihm ist mein Herz gut aufgehoben. Und auch das "Ansparen" ist viel nachhaltiger. Jesus sagt: „Sammelt lieber Schätze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht gestohlen werden.“ (Matthäus 6,20a GNB)

Autor/-in: Miri Langenbach