27.01.2025 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Hoffnungsfenster
HERR, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist; du machst alles lebendig, und das himmlische Heer betet dich an. HERR, du bist Gott, der du Abram erwählt hast und ihn aus Ur in Chaldäa geführt und Abraham genannt hast und hast sein Herz treu erfunden vor dir und einen Bund mit ihm geschlossen, seinen Nachkommen zu geben das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Jebusiter und Girgaschiter, und hast dein Wort gehalten; denn du bist gerecht.
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Nie vergesse ich den Besuch in der jüdischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Fassungslos stand ich vor Fotos, persönlichen Gegenständen, sah Filme, hörte Berichte über das millionenfache Leiden und die Vernichtung jüdischer Menschen in Europa während des 2. Weltkriegs. Schwer auszuhalten. Graue Wände, enge Gänge, wenig Licht. Am Ende der Ausstellung blickt man aber dann durch eine riesige Glasscheibe auf die Stadt Jerusalem heute: hell, immer noch da, lebendig.
Neuanfänge sind möglich, weil Gott seinem Volk treu bleibt und das vielfach bewiesen hat, wie ich in der Bibel lesen kann. Im Buch Nehemia zum Beispiel, im Alten Testament. Ich lese, wie die Israeliten nach langer Zeit im Exil in ihr Land zurückkehren, den Tempel wieder aufbauen, feiern und sich neu auf Gott einschwören. Im 9. Kapitel, in den Versen 7 und 8 heißt es:
"Du, o HERR, bist der Gott, der Abram erwählte; du führtest ihn aus Ur im Land der Chaldäer und gabst ihm den Namen Abraham. Du sahst, dass er dir treu war, und hast einen Bund mit ihm geschlossen. Du versprachst, seinen Nachkommen eine Heimat zu geben (...) Du hast dein Wort gehalten, denn du bist zuverlässig und gerecht!"
Gott gibt nichts verloren, er schafft Neues. Das kann ich mir mit dem großen Fenster von Yad Vashem in Erinnerung rufen und täglich daran mitwirken, dass auch heute Menschen das erfahren.