21.02.2024 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Halt dich an mir fest

Der HERR ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt, die auf ihn trauen.

Nahum 1,7

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„Halt dich an mir fest, wenn dein Leben dich zerreißt. Halt dich an mir fest, wenn du nicht mehr weiter weißt.“

Die Worte des Sängers der deutschen Band „Revolverheld“ für seine Geliebte erinnern mich an ein biblisches Lied. Der Prophet Nahum hat es bereits im 7. Jahrhundert vor Christus verfasst. In einem Lobgesang auf Gott, festgehalten im ersten Kapitel seines Buches, heißt es:

„Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt die, die ihm vertrauen.“ (V. 7)

Der Name Nahum bedeutet Trost. Doch Nahum vertröstet seine Landsleute in Israel nicht auf einen Gott, der vor Schwierigkeiten bewahrt. Er reicht ihnen keine oberflächlichen Trostpflaster für die Wunden durch die assyrische Gewaltherrschaft. Nahum redet die Not nicht klein und bietet keine schnellen Lösungen an. Er bleibt realistisch. Doch in seinen Worten entdecke ich eine andere Wirklichkeit.

Trost liegt in der Gewissheit: Ich bin nicht allein in meiner Not. Gott ist an meiner Seite. Seine Güte lässt mich darauf vertrauen, dass er es gut mit mir meint und weiß, was das Beste für mich ist. Er kennt meine Geschichte, meine Erfolge und Niederlagen, Gebete und Tränen, Sorgen und Wünsche.

Daher vertraue ich darauf, dass meine Nöte bei Gott besser aufgehoben sind als in meinem verzagten Herzen. Lebenswunden will er heilen und Unrecht wird er nicht ungestraft lassen.

Bei Gott bin ich sicher, selbst in hoffnungslosen Momenten. Bei ihm finde ich Halt, auch wenn ich mir haltlos vorkomme. Gott kennt meinen Weg. Und weil ich sein geliebtes Kind bin, nimmt er mich an der Hand und geht mit.

Autor/-in: Ellen Hörder-Knop