26.03.2026 / Bibel heute
Gute Worte schaffen Geborgenheit
Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin.[...]
Ihr Browser unterstützt HTML5 Audio nicht!
Einleitend:
„Ich bin alles gewesen und alles ist nichts“ sagt der römische Kaiser Septimus Severus. Er lebte in der Zeit von 145 bis 211 nach Christus. „Nachdem ich alles durchgemacht, finde ich nichts, das mir Ruhe brächte!“, so fasst Cicero, der 106–43 v. Chr. gelebt hat, sein philosophisches Lebenswerk zusammen. „Habe ich meine Rolle gut gespielt? Nun, so klatscht Beifall, denn die Komödie ist zu Ende!“, sagt Kaiser Augustus 14 nach Chr. kurz vor seinem Tod.
Es sind Worte bekannter Männer der Weltgeschichte, die mir einfallen. Männer, die ein Stück Weltgeschichte schrieben, und doch endet ihr Leben hoffnungslos.
Ganz anders lautet der Bericht aus dem Johannesevangelium. Zeitlich gesehen ist es der letzte Abschnitt im Leben Jesu vor der Kreuzigung. Er befindet sich mit den Jüngern zusammen in dem Oberstock des Hauses, in dem ER sich mit den Jüngern getroffen hat, um seinen Jüngern die Füße zu waschen. Möglicherweise spüren die Jünger etwas von der besonderen Stimmung, aber so wirklich verstanden, was jetzt kommen wird, das haben sie nicht.
Jemand fragte mich mal nach der Glaubwürdigkeit Gottes, nach einem Zeichen, das Gott in Seiner Liebe zu uns ausweist. Ich musste nicht lange überlegen, denn durch die ganze Bibel hindurch und so auch in unserem heutigen Text lässt sich Gottes Liebe erkennen:
Wer GOTT und das Gespräch mit Jesus Christus sucht, wird sehr schnell erkennen, dass GOTT uns niemals etwas verheimlicht, was für uns wichtig ist. ER lässt uns nicht im Unklaren, was auf uns zukommt, und ER bereitet uns sorgfältig darauf vor.
3 „Perlen“, die das Gespräch der Jünger mit Jesus Christus zum Leuchten bringen:
1. Ehrliche Worte voller Liebe
Jesus Christus bereitet die Jünger sorgfältig darauf vor, was demnächst kommen wird. Wohl wissend, dass ER sie im Augenblick damit überfordert und sie es noch nicht wirklich einordnen können. Doch ER gibt ihnen Informationen und Grundlagen mit, damit sie diese zu dem Zeitpunkt, an dem sie wichtig sind, „abrufen können“. Seine Vorbereitung ist nicht von Hoffnungslosigkeit geprägt, sondern wird bestimmt von einer lebendigen Hoffnung, die dann zu blühen beginnt, wenn andere meinen, es wäre alles umsonst.
Ich denke an die Aufgabe von Feuerwehrleuten: sie werden im Laufe ihrer „Dienstzeit“ möglicherweise Hunderte von Bränden löschen. In Wahrheit jedoch werden es viel weniger Brände sein. Sie lernen in Übungseinheiten, zu handeln, ohne lange zu überlegen und das eingeübte Handeln hilft ihnen, richtig zu entscheiden, wenn es darauf ankommt.
Mit Seinen Worten bereitet Jesus Christus die Jünger – und damit auch uns heute – vor auf die Zeit, wenn die Verhältnisse sich geändert haben. Wenn ER nicht mehr in dieser Weise für die Jünger wahrnehmbar ist – und doch ist Jesus Christus gegenwärtig. Nicht so sichtbar, wie wir es uns manchmal wünschen, doch ER ist da. Bei mir zuhause, bei Ihnen im Auto oder zuhause bei Ihnen in der Küche, am Arbeitsplatz oder bei Ihnen grad jetzt im Krankenhaus.
Jesus Christus bereitet die Jünger und uns Christen mit hoffnungsvollen Worten darauf vor, dass Leben mit Ihm eine Herausforderung ist und bleibt, weil ER weiß…
2. Wenn der Glaube auf den Prüfstand kommt …
…dann reicht es nicht, ein wenig begeistert von Jesus Christus zu sein. Es braucht mehr, es braucht eine gute Grundlage: es sind die Informationen, die wir in der Bibel finden. Menschlich weise Worte können noch so gut und zeitgemäß formuliert sein, doch wenn sie aus dem Verstand sündiger Menschen kommen, werden sie in schwierigen Zeiten keine Hilfe sein.
Jesus Christus lässt Seine Jünger – und damit auch alle, die mit Jesus Christus im Gespräch sind – nicht mit Floskeln zurück, ER weist sie auf sich hin. ER gibt ihnen eine Perspektive mit, die ihnen hilft, Zeiten durchstehen zu können, die sie in ihrem Glaubensmut zu erschüttern versuchen.
GOTTES Wort und die Worte unseres HERRN haben durch alle Jahrhunderte hindurch Menschen geholfen, die Freude am Leben und die Kraft aus dem Glauben heraus nicht zu verlieren:
„HERR, Dein Wort die edle Gabe,
diesen Schatz erhalte mir;
denn ich zieh es aller Habe
und dem größten Reichtum für.
Wenn Dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruhn…?“,
so textete Graf Zinzendorf und er wusste um die Kraft der guten Worte, die wir von Jesus Christus durch den Evangelisten Johannes überliefert bekommen haben.
Ich weiß nichts von der Situation, die Sie als Mensch und als Christ gerade durchzustehen haben. Wir alle haben unsere ganz persönlichen Herausforderungen, Fragen oder Anfragen … an andere Menschen, an das Leben, an GOTT …, so wie die Jünger auch. Sie behielten ihre Fragen nicht für sich, sie wandten sich an Jesus Christus und erlebten, wie ER ihnen half, damit umzugehen.
Wenn unser Glaube auf den Prüfstand kommt…
3. … dann halten Sie fest am Gespräch mit Jesus Christus!
Vor einigen Wochen musste ich mit unseren Fahrzeugen zur 2-jährlichen TÜV-Prüfung. Persönlich erlebe ich das nicht immer als ein reines Glücksgefühl, doch sie sind nötig, damit der Einsatz unserer Fahrzeuge problemlos und sorgenfrei weitergehen kann. Ein TÜV-Prüfer ist jemand, der uns helfen will, damit wir sicher unterwegs sein können. Er will uns unterstützen und nicht schaden.
So erlebe ich auch die letzten Worte Unseres HERRN in dem Kapitel 16. Jesus kennt die Dinge, die auf uns einströmen, aber ER bleibt nicht dabei stehen: Sein Blick überblickt das alles – und ER möchte, dass wir den Blick nicht auf die Geschehnisse in dieser Welt fixieren, sondern auf IHN, den Sohn Gottes.
Im Buch Jesaja, Kapitel 6,1 lesen wir, welchen Blick Jesaja von GOTT bekam: „Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den HERRN auf dem Thron sitzen!“ (Jesaja 6,1)
Und als drei Jünger mit Jesus Christus auf einem Berggipfel ein eindrückliches Erlebnis haben und GOTT in ihre Situation hineinspricht, ist es wieder eine Blickrichtung, die geändert wird:
„Als die Jünger ihre Augen erhoben, sahen sie niemanden als Jesus allein!“ (Matthäus 17,6).
Und im apostolischen Glaubensbekenntnis werde ich als Christ daran erinnert, wohin mein Blick heute gerichtet sein soll:
„ER sitzt zur Rechten GOTTES des Allmächtigen Vaters. Von dort wird ER kommen, zu richten die Lebenden und die Toten!“
Jesus Christus beendet Sein Reden zu den Jüngern nicht mit inhaltslosem Geschwätz, ER bereitet sie vor und ER macht ihnen Mut. ER gibt ihnen etwas mit, das sie ruhig werden lässt, wenn sie in Seine Gegenwart kommen: Trost. Das griechische Wort – auch wenn nahezu alle deutschen Übersetzungen von Mut sprechen – beschreibt mehr.
Wer in die Gegenwart Jesu kommt, kann bis heute erfahren, dass aus Hoffnungslosigkeit Hoffnung wird, dass Sorgen in Zuversicht verwandelt werden, Angst in tiefen inneren Frieden und Trauer in Trost.
Es war der Kirchenvater Augustinus, der dies alles in einen Satz zusammenfasste: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht, o GOTT, in Dir!“
Wer die Gegenwart Gottes aufsucht und das Gespräch mit Jesus Christus, dessen Situation ist vergleichbar mit schlechter Luft in einem stickigen Raum: öffne ich das Fenster, zieht die schlechte Luft nach draußen und es kommt frische, würzige, die Lunge füllende und belebende Luft herein und ich kann wieder angenehm atmen.
Machen Sie es doch jetzt gerade genauso: öffnen Sie das „Fenster Ihrer Seele“ und wenden Sie sich im Gebet an Jesus Christus. Es braucht nicht viel. Nur wenige Worte und Sie öffnen Jesus Christus damit den Zugang zu Ihrem Leben: Komm herein HERR Jesus Christ, der Du Mensch geworden bist. Zieh ein in meinem Leben, denn Dir will ich alles übergeben!
Amen.