04.08.2026 / Wort zum Tag

Gut ankommen

Der HERR spricht: Ihr habt gesehen, wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.

2. Mose 19,4

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„Komm gut an!“ sagte ich kürzlich, als ich eine Besucherin verabschiedete. Sie hatte zwar keinen weiten Weg vor sich – aber trotzdem: Gut an einem Ziel anzukommen, ist nicht selbstverständlich. Egal, auf welche Weise man unterwegs ist: zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto oder Zug.

Gut ankommen – das liegt nicht nur Menschen am Herzen. Sondern auch Gott. Vor gut 3000 Jahren befahl er seinem Diener Mose, dem Volk Israel auszurichten:

Ich habe euch sicher hierher zu mir gebracht, wie ein Adler, der seine Jungen trägt.
2. Buch Mose 19,4

Gut ankommen – das wollte wohl jeder aus dem Volk. Seit drei Monaten waren sie unterwegs. Nicht auf einer Urlaubsreise. Sondern durch die Wüste. Wunder über Wunder hatten sie seit ihrem Auszug aus Ägypten mit Gott erlebt. Und doch gab es Situationen, die gefährlich waren. Gefährlich wie die unkontrollierten Sturzflüge junger Adler. Da hätte manches schlimm ausgehen können. Aber Gott wachte über seinem Volk. Zuverlässig wie ein Adler über seine Jungen. So kamen sie sicher an. Am Berg Sinai. Bei Gott. Denn dort sollten sie seine Gegenwart in besonderer Weise erfahren.

Gut ankommen – darum geht es auch in meinem Leben. Da gibt es Wege, die endlos erscheinen. Sturzflüge, die den Atem rauben wollen. Hindernisse, die ein Weiterkommen blockieren. Lasten, die ermüden. Pannen, die entmutigen.

Gott will, dass ich gut ankomme. Egal, wie und wo ich gerade unterwegs bin. Er hat mich auf den Weg gebracht – mir dieses einzigartige Leben geschenkt. Darin will er mich liebevoll begleiten. Will meinem Leben einen Sinn geben. Und ein Ziel. Doch dazu muss er Gemeinschaft mit mir haben können. Diese Gemeinschaft ist blockiert. Durch meine Schuld.  Darum hat Gott seinen Sohn geschickt – Jesus Christus. Er starb am Kreuz. Unschuldig. Für mich. Für jeden. Und für jede Schuld. Jeder darf mit Jesus Christus ein neues Leben beginnen. Und wissen: Er sorgt für mich – und meinen Lebensweg.

Eigene Schritte erspart er mir dabei nicht. Aber er unterstützt mich. Fängt mich auf. Er hilft mir, zu der Persönlichkeit heranzuwachsen, die er sich bei meiner Erschaffung vorgestellt hat. Ein Prozess, der ein Leben lang andauert. Und der mich immer wieder in neue Herausforderungen stellt. Aber: Keinen Augenblick lässt Gott mich in diesem Wachstumsprozess allein. „Ich bleibe derselbe,“ verspricht er im Buch Jesaja, Kapitel 46 Vers 4. „Ich werde euch tragen bis ins hohe Alter, bis ihr grau werdet. Ich, der Herr, habe es bisher getan, und ich werde euch auch in Zukunft tragen und erretten.“

Gott will, dass ich gut ankomme. Am Abend eines jeden Tages. An kleinen oder großen Lebenszielen. Gott will, dass ich meinen Weg finde. Den Weg, den er sich nur für mich ausgedacht hat. Für den er mich begabt und ausgerüstet hat. Auf dem nur ich ihm die Ehre geben kann.

Gott will, dass ich gut ankomme. Bei ihm. Im Himmel. Im ewigen Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Er hat den Tod besiegt. Wer an ihn glaubt, wird leben. In Ewigkeit. Und dort vielleicht staunend hören: „Ich habe dich sicher hierher zu mir gebracht, wie ein Adler, der seine Jungen trägt.“


Einführung in den Korintherbrief:

Autor/-in: Gudrun Weber