14.01.2024 / Bibel heute
Gottes Lob im Himmel und auf Erden
Halleluja! Lobet im Himmel den HERRN, lobet ihn in der Höhe! Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, all sein Heer! Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
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Dieser Psalm ist eine Aufforderung an die ganze Schöpfung, Gott zu loben. Die Geschöpfe sollen Ihn loben, weil er sie geschaffen hat! – Seine Schöpfung soll Ihn loben, weil Seine Herrlichkeit Himmel und Erde umfasst. – Die Schönheit und Herrlichkeit Seiner Schöpfung soll mich dazu führen, dass ich Gott lobe! In Seiner Schöpfung ist etwas von der Herrlichkeit Gottes zu erkennen, auch für uns Menschen.
Die Schönheit der Flora
Dazu kann ich etwas aus eigenem Erleben erzählen: In Mittelitalien gibt es im Apennin eine Hochebene. Dort liegt der Ort Castelluccio. Man betreibt dort Ackerbau und Viehzucht. Große Flächen werden genutzt für die Gewinnung von Winterfutter für die Tiere. Da wachsen nicht nur Gras, sondern auch zahllose Wildkräuter. Es gibt eine Zeit im Frühjahr, in der diese Wiesen blühen. Die Wildkräuter bringen wundervolle, ungewöhnlich große Blüten in schönsten Farben hervor. Als ich das das erste Mal sah, hat es mir fast die Sprache verschlagen. Noch nie in meinem Leben hatte ich so etwas gesehen! Eine solche Schönheit im Detail, in einer so unglaublichen Menge! – Ich hätte jubeln können vor Freude! – Etwas Ähnliches habe ich in Israel im Frühjahr gesehen. Ein Bild von solch einer Blumenwiese mit dem verschneiten Berg Hermon im Hintergrund hängt in meinem Büro.
Die Schönheit der Fauna
Es sind aber nicht nur die Blumenwiesen, die ich bewundere. Es kommt immer wieder vor, dass mich die Vögel begeistern. Wenn eine Krähe eine Punktlandung macht, kann ein Pilot sehen, dass sie den Strömungsabriss bei der Landung genau an der richtigen Stelle und zum richtigen Zeitpunkt hinkriegt. – Wenn ich dem Taubenschwänzchen zusehe, wie es die Blüten in einem meiner Balkonkästen nach Nektar absucht, dann fragt sich der Ingenieur: „Was für einen unglaublichen Flugregler hat dieses kleine Vieh?“ – Wenn ich eine Hummel ansehe, drängt sich mir der Gedanke auf: Die hat doch viel zu kleine Flügel! Wie kann denn ein so großes Insekt mit so kleinen Flügeln überhaupt fliegen? – Aerodynamisch gesehen ist das eigentlich eine Frechheit. Wenn ich ihr beim Fliegen zusehe, kann ich wieder nur staunen über das, was Gott alles hinkriegt.
Der Psalmbeter konnte zu seiner Zeit nur das sehen, was ein Mensch mit dem bloßen Auge sehen kann. Das hat aber völlig gereicht, um ihn dazu zu veranlassen, die ganze Schöpfung zum Lob Gottes aufzufordern. - Mit den heutigen Mitteln kann ich viel mehr sehen.
Die Schönheit im Mikrokosmos
Mit einem guten Mikroskop kann ich weit in den Feinbau der Pflanzen hineinsehen. Es lässt mich staunen, wie ein einfacher Blumenstiel aus Unmengen von Zellen aufgebaut ist, die Strukturen bilden, welche die Stabilität des Stängels sicherstellen und Strukturen, welche die Wasserleitungen bilden. Welch seltsame Gebilde zeigt der Blütenstaub, wenn ich ihn bei 400-facher Vergrößerung sehe! Welch ein Leben herrscht im Wassertropfen! Da gibt es Bilder von einzelligen Lebewesen und ihrem erstaunlichen Verhalten, die mir gar nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen.
Die Schönheit im Makrokosmos
Der nächtliche Sternenhimmel ist an sich schon faszinierend. Der Psalmbeter hat ja auch gesagt, dass Sonne, Mond und Sterne Gott loben sollen. Wenn ich da aber mit einem Teleskop hineinschaue, ist das wirklich ein besonderes Erlebnis. Was ich alles auf dem Mond sehen kann, lässt mich staunen! Tiefer im Weltall sehe ich Kugelsternhaufen, offene Sternhaufen, Gasreste von explodierten Sternen, ferne Galaxien; es nimmt gar kein Ende!
Zu was führt uns diese Erkenntnis?
Heute können die Menschen mit Mikroskop und Teleskop noch sehr viel mehr sehen, als es früher allein mit bloßem Auge möglich war. Deshalb hätten sie eigentlich viel mehr Anlass zum Lob Gottes, als es noch zur Zeit des Psalmbeters war. Aber ist das auch so?
Führt mich das alles wirklich in das Lob Gottes? Ich lebe doch im 21. Jahrhundert! Man sagt uns doch jeden Tag, dass das die Evolution war. Evolution heißt auf Deutsch Entwicklung. Diese Entwicklung soll allein durch Zufälle und natürliche Zuchtwahl der jeweils Besten alle Lebewesen geschaffen haben, die heute die Erde bevölkern? Da gibt es gar keinen Schöpfer? Da wird gelehrt, dass die Gesamtheit der Lebewesen durch zahllose und endlos lange Ketten von äußerst unwahrscheinlichen Zufällen geschehen sein soll. Bewiesen ist diese Theorie nicht. Deswegen wird die Behauptung ständig wiederholt. Es gibt aber starke Gegenargumente. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten all dieser Zufälle ist viel zu gering. Wenn man möchte, kann man aber an die Evolution glauben.
Die Bibel sagt mir dazu etwas Anderes. Das lese ich im Brief des Paulus an die Römer im 1. Kapitel ab Vers 20:
Römer 1
20 Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung, 21 denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig. Sie verloren sich in sinnlosen Gedankengängen, und in ihren Herzen, denen jede Einsicht fehlte, wurde es finster. 22 Weil sie sich für klug hielten, sind sie zu Narren geworden.
Die wunderbare Schöpfung Gottes
Paulus sagt mir hier, dass Gottes Schöpfung eben ein sichtbarer Hinweis auf Seine Existenz und auf Sein Wesen ist. Dann beklagt er, dass die Menschen Gott nicht ehren und ihm nicht danken, obwohl sie die Schönheit der Schöpfung sehen können. Das klingt für mich so, als ob Paulus die heutige Situation beschreibt!
Der entscheidende Punkt ist eine Glaubensfrage. Wenn ein Mensch glaubt, dass es Gott nicht gibt, muss er z. B. an die Evolution, an eine endlose Kette von sehr unwahrscheinlichen Zufällen glauben, um das zu erklären, was er wahrnehmen kann. Klar, ich lebe im 21. Jahrhundert, aber ich glaube nicht an so viele sehr unwahrscheinliche Zufälle, sondern an einen lebendigen Schöpfergott!
Wenn ich in Gottes Schöpfung genau hinsehe, komme ich aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus. Das Staunen führt mich dann wirklich in den Lobpreis!