29.08.2026 / Audio-Beiträge
Gott schaut hin
Ingo Marx über 1. Mose 18,20.
Darum sagte der HERR zu Abraham: »Über die Leute von Sodom und Gomorra sind schwere Klagen zu mir gedrungen. Ihre Schuld schreit zum Himmel.«
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„Hier geht’s zu wie in Sodom und Gomorra!“. Klingt wie ein typischer Boomer-Spruch, ist es ja auch. Aber hinter der Redewendung steckt mehr. Sodom und Gomorra – das sind zwei Städte, von denen die Bibel berichtet. Gewalt, Ausbeutung und die Missachtung der Schwachen gehören hier zum Alltag. Fremde werden nicht geschützt, sondern bedroht. Arme werden nicht unterstützt, sondern ausgenutzt. Und Gott sagt dazu: „Ihre Schuld schreit zum Himmel.“ (1. Mose 18,20) Ein bemerkenswerter Satz. Gott schaut nicht weg. Er hört den Schrei der Unterdrückten, er sieht das Unrecht – auch wenn die Täter längst zur Tagesordnung übergegangen sind. Das war damals so. Und es ist heute nicht anders. Wo immer Menschen ausgebeutet, übersehen oder misshandelt werden, schreit diese Ungerechtigkeit zum Himmel. Gott hört diesen Schrei. Und er bleibt nicht gleichgültig.
Ingo Marx