07.12.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Gott schaut ganz genau hin
Weh denen, die den Schuldigen gerecht sprechen für Geschenke und das Recht nehmen denen, die im Recht sind!
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Korruption ist eines der Grundübel der Menschheit. Solange es die menschliche Zivilisation gibt, solange versuchen Menschen auch schon, sich das Wohlwollen der Mächtigen zu erkaufen – oder Nachteile von sich abzuwenden.
Wenn der Beamte vom Katasteramt beim Einmessen des Gebäudes ein Auge zudrückt, obwohl es einen halben Meter zu hoch geraten ist, dann kommt dadurch zwar niemand zu Schaden. Aber die Gefälligkeit gibt es nicht umsonst, und das ist ein Problem. Erst recht, wenn sich Richter bestechen lassen und Straftäter ungeahndet davonkommen – oder wenn in Zivilprozessen nicht Recht gesprochen wird, sondern Menschen um ihr gutes Recht gebracht werden.
Vor 2.700 Jahren musste der Prophet Jesaja dem Volk Israel die Leviten lesen im Auftrag Gottes. Nicht schmeichelhaft, was Jesaja den Justizbeamten seiner Zeit zu sagen hatte. „Weh denen, die den Schuldigen gerecht sprechen für Geschenke und das Recht nehmen denen, die im Recht sind!“ - So steht’s im Buch Jesaja Kapitel 5.
Die alte römische Gottheit Justitia wird ja gern mit verbundenen Augen und Waage in der Hand dargestellt. Justitia ist blind und sieht nicht, wenn jemand etwas in die eine oder andere Waagschale schummelt. Der Gott Israels dagegen, der Vater Jesu Christi: Der sieht klar. Dem entgeht nichts. Der hat den Röntgenblick und kennt auch die Motive und Beweggründe des menschlichen Herzens.
Gott liebt das Recht und hat sich für zuständig erklärt. Gott wird den Übervorteilten Recht schaffen und die Übeltäter zur Rechenschaft ziehen. Das ist gut zu wissen - und wirkt sich aus auf mein Verhalten. Auf Ihres bestimmt auch.