14.07.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Gott lieben

Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist’s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Johannes 14,21

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Jesus von Nazareth hat vor 2.000 Jahren in den römischen Provinzen Judäa, Samaria und Galiläa gelebt und gewirkt. Eine seiner markanten Aussagen findet sich im Johannesevangelium Kapitel 14, ich zitiere: “Wer meine Gebote kennt und sie befolgt, der liebt mich. Und weil er mich liebt, wird mein Vater ihn lieben und ich werde ihn lieben. Und ich werde mich ihm persönlich zu erkennen geben.” (NLB)

Diese Aussage gehört zu den letzten Reden, bevor Jesus verhaftet, abgeurteilt und gekreuzigt wird. Jesus erinnert seine Jünger, also die, die drei Jahre in enger Gemeinschaft mit ihm gelebt haben, noch einmal an alles, was sie sich merken sollen.

An anderer Stelle hat Jesus die Frage, was das wichtigste Gebot sei, mit dem sogenannten Doppelgebot der Liebe beantwortet: Das wichtigste Gebot ist, Gott mit allem, was man ist, zu lieben und seinen Nächsten wie sich selbst.

An dieser Stelle sagt Jesus es noch einmal, aber in umgekehrter Reihenfolge: Wer Jesus liebt, wird seine Gebote halten.

Liebe ist ein großes Thema für Gott.

Klingt abstrakt, ist aber bei näherem Hinschauen nachvollziehbar. Wenn ich meine Familie liebe, interessiert es mich, was die Menschen, die mir da am Herzen liegen, wollen. Umgekehrt erkennen sie daran auch meine Liebe und Wertschätzung, dass ich nicht immer nur mache, was ich will. Und so vertiefen sich hoffentlich über die Jahre die Bande der Familie, wenn man weiß, was man aneinander hat.

Ich glaube, dass Gott mich sehr liebhat. Wie jeden anderen Menschen auch. Deshalb will ich nicht nachlassen in dem Bemühen, ihm auch meine Liebe immer wieder zu zeigen. Damit auch diese, für mich wichtigste, Beziehung immer tiefer wird.

Autor/-in: Claudia Mertens