22.06.2026 / Lied der Woche
Glaube trägt (2/7)
Amelie Beck singt vom Weitergehen, auch ohne den Weg zu sehen.
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Der Titel „Glaube trägt“ von der Sängerin Amelie Beck ist das Lied der Woche.
Eine Bekannte erzählte mir kürzlich von einem Erlebnis in den Bergen. Sie fuhr mit ihrem Ehemann Motorrad. Auf einem kurvigen Pass wurde es immer nebliger, bis die Sicht nur noch wenige Meter betrug. Sie hielt an und wollte nicht mehr weiterfahren. Ihr Mann ermutigte sie jedoch, die Fahrt fortzusetzen. Zögernd startete sie ihr Motorrad und fuhr vorsichtig weiter. Einen kurzen Moment später lichtete sich plötzlich der Nebel, die Sonne schien am klaren blauen Himmel und ein atemberaubender Ausblick versetzte das Paar in Staunen. Diese plötzliche Veränderung von Ungewissheit zu Klarheit war ein unvergessliches Erlebnis für die Bekannte. Mir fielen Parallelen zu meinem Leben ein: Eben ist mein Weg mir noch klar vor Augen, doch nach und nach breiten sich Nebelschwaden aus. Sicherheiten brechen weg. Dinge klären sich einfach nicht. Die Sicht beträgt nur noch ein paar Schritte weit. Was mache ich dann? Gehe ich trotzdem den eingeschlagenen Weg weiter? Drehe ich um?
Die Sängerin Amelie Beck singt in ihrem Lied: „Glauben heißt, vertrauensvoll zu gehn, ohne den Weg vor mir zu sehn.“ Wenn ich mal wieder meinen Weg nicht erkennen kann, dann will ich versuchen, trotzdem glaubensvoll einen Schritt vor den anderen zu setzen. In der begründeten Hoffnung, dass der Nebel nicht das letzte Wort hat.