05.10.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Glaube im Alltag: dem Körper Gutes tun
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
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Die Bibel bringt mich immer wieder zum Staunen darüber, wie alltagsnah und menschlich dort vom Glauben erzählt wird. Beispiel: der Gemeindegründer Paulus. Als er ungefähr zwanzig Jahre nach der Auferstehung Jesu eine der ersten christlichen Gemeinden in Korinth gründet, versucht er den Christinnen und Christen klarzumachen, wie der Glaube in ihrem Leben Gestalt annimmt. Nicht nur in guten Taten. Nicht in theologischen Gedankengebäuden. Sondern dort, wo sie es scheinbar wenig vermuten. „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt? Gott hat euch seinen Geist gegeben und ihr gehört nicht mehr euch selbst.“
So schreibt es Paulus es im 1. Korintherbrief, im sechsten Kapitel, in Vers 19. Gott wohnt in meinem Leib. In meinem Körper. So nah, so eng ist er mit mir verbunden. Da war es sicher eine gute Sache, dass ich mir in meinem Urlaub genügend Schlaf gegönnt habe, gutes Essen, Ruhe und mir viel Sonne auf die Haut habe scheinen lassen.
Wenn ich Paulus richtig verstehe, hat das alles auch Gott gutgetan. Wie schön, dass Glauben manchmal so einfach ist. Wenn ich es nicht wieder vergesse, in den langen Wochen bis zur nächsten Urlaubsinsel. Vielleicht hilft mir ein Alltagsspruch von Teresa von Avila: Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. Und Gott auch.