02.11.2026 / Wort zum Tag
Gibt es Gerechtigkeit?
Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, indem er ihn vor allen Menschen beglaubigte durch die Auferstehung von den Toten.
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Haben Sie auch schon mal gedacht: „Das ist aber nicht gerecht“, wenn Sie von einem Urteil in einem Prozess gehört haben und den Eindruck hatten: Da ist der Angeklagte aber wirklich gut weggekommen?
Aber was ist gerecht? Gibt es überhaupt Gerechtigkeit? Oder kommt es nur darauf an, wie die geltenden Gesetze ausgelegt werden? Ein Sprichwort lautet: „Man erlangt vor Gericht nie Gerechtigkeit, es gibt immer nur ein Urteil.“
Im Lehrtext der Herrnhuter Brüdergemeine aus der Apostelgeschichte 17,31 geht es darum, dass es an einem von Gott festgesetzten Tag ein gerechtes Urteil geben wird.
„Gott hat einen Tag festgesetzt, um über die ganze Welt zu richten. Dann wird er Gerechtigkeit walten lassen – durch den Mann, den er dazu bestimmt hat. Dass dieser Mann wirklich dafür bestimmt ist, hat Gott allen Menschen durch dessen Auferstehung von den Toten bewiesen.“
Mit diesen Worten endet eine Rede des Apostels Paulus in Athen. Das Evangelium wird zum ersten Mal in der Stadt verkündet, die als Zentrum des griechischen Geistes und Denkens gilt. Paulus sagt, er sei durch Athen gegangen und habe bemerkt, dass die Menschen religiös sehr interessiert seien. Es gab sehr viele Götterstatuen, darunter auch eine vom unbekannten Gott. An diese Beobachtung knüpft Paulus an und sagt: genau diesen Gott möchte ich euch bekannt machen. Ich verkündige euch, was ihr unwissend verehrt. Was der Apostel den Athenern sagt, wirkt auf sie so unfassbar, dass es ihnen zunächst die Sprache verschlägt. Gott, der Schöpfer der Welt, braucht keine Tempel. Angesichts der Prachttempel von Athen bedeutet das eine Provokation. Gott benötigt nicht einmal den Dienst von Menschen, denn er ist so souverän, so groß und herrlich in seiner Allmacht, dass er für uns da ist, uns das Leben gibt und erhält. Wir sind Gottes Geschöpfe, aus seiner Hand geschaffen.
Nun kommt Paulus zum zentralen Punkt des Evangeliums. Er sagt: Ich habe die Botschaft, die eure Sehnsucht stillt. Gott ist erschienen, für alle sichtbar geworden in Jesus Christus. Schon mutig von Paulus. Mitten unter all den Menschen mit den verschiedenen Weltanschauungen, von Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen zu reden. Damit nicht genug, fährt Paulus fort: Gott fordert die Menschen auf, ihr Leben zu ändern und Christus als den alleinigen Retter anzuerkennen.
Auch heute sind viele Menschen auf der Suche nach Antworten für ihr Leben. Es herrscht eine große Verunsicherung, denn die alten Antworten greifen nicht mehr. Wohlstand und Erfolg kann nicht alles sein. Sie suchen nach einem Sinn für ihr Leben. Ich wünsche mir den Mut des Paulus, davon zu erzählen, was meinem Leben Sinn und Halt gibt. Und dabei nicht im Allgemeinen stecken zu bleiben, sondern von der Hoffnung zu erzählen, die mir der Glaube an Jesus Christus gibt.
Gott möchte, dass alle Menschen eine Beziehung zu ihm haben können, deshalb hat er Jesus auf die Erde geschickt. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er für mich ewiges Leben erworben. Wenn ich mich ihm anvertraue, brauche ich keine Angst vor dem Tag des Gerichtes zu haben. Gott wird mich nicht verurteilen, weil meine Schuld durch den Tod von Jesus vergeben ist. Ich bin gerecht gemacht und geliebt. Ich bin angenommen und habe eine Zukunft bei Gott. Das Ziel ist das ewige Leben.“