23.07.2026 / Lied der Woche

Geh aus, mein Herz (5/7)

Was wächst da eigentlich in meinem Herzensgarten?

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In den ersten sieben Strophen von „Geh aus, mein Herz“ freut sich der Kirchenliederdichter Paul Gerhardt über die Schöpfung. Ab der achten Strophe verändert er dann den Fokus des Liedes. Jetzt geht es nicht mehr um die Natur draußen, jetzt geht es um sein Innenleben. Er vergleicht sein Herz mit einem Garten und fragt sich: Wie sieht es darin eigentlich aus? Müsste ich in meinen Gedanken dringend mal wieder Unkraut jäten oder reifen bei mir Früchte wie Liebe, Vergebung und Mut?

Mein „Herzensgarten“ ist – Hand aufs Herz - eine Mischung aus beidem: aus farbenprächtigen Blumenrabatten und aus dunkel überwucherten Ecken. Ich schließe mich deswegen der Bitte von Paul Gerhard an, dass Gott sich wie ein geschickter Gärtner um meine Gedanken und meine Gefühle kümmern soll. Wenn ich ihn an mein Herz ranlasse, räumt er so manches Chaos auf und trimmt meine Stärken, damit sie noch schöner blühen. Na dann – bitte ran an die Gartenarbeit, lieber Gott!


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Autor/-in: Hanna Willhelm