02.10.2026 / Wort zum Tag

Fundament des Lebens

Jesus spricht: Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.

Matthäus 7.24

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Wenn ich der aktuellen Statistik glauben darf, sind es etwa 16.000 Worte pro Person in unserem Land, die täglich von Menschen gehört oder selbst gesprochen werden.

Diese vielen Wörter sind aber nur ein Teil dessen, was noch zusätzlich gehört, gesehen und zusammen mit weiteren Eindrücken, Empfindungen und Gefühlen zu verarbeiten ist.

Da gilt es zu entscheiden: Welche Worte von allen, die Sie heute hören, werden grundlegend für Ihr Leben und ein wichtiger Maßstab für Entscheidungen sein? Lassen Sie sich beeinflussen von den vielfältigen Botschaften der Influencer oder der vielversprechenden Werbung?

Welchen Worten werden Sie vertrauen, weil sie eine bleibende und verlässliche Grundlage für die Ausrichtung und Zukunftsgestaltung Ihres ganzen Lebens sein können?

Auf solche Worte kommt es an, die verlässlich sind, an die ich mich halten kann, die mich ausrichten auf das, was bleiben wird. Worte, die helfen, segnen und trösten. Auf Worte kommt es an, die mich aus einem liebenden und hingebenden Herzen erreichen!

Solche Worte hat Gott durch Jesus Christus zu uns Menschen gesprochen. Von ihm ist uns gesagt, dass er „das eine Wort“ ist, das Gott zu uns gesprochen hat.

Dieses Wort kann die Kraft entfalten, unserem Leben das zu geben, was wir in unserer durcheinander gewirbelten und zunehmend unsicher und bedroht gewordenen Welt und Zukunft brauchen, um mit Gott und Menschen im Frieden leben zu können.

Auf dieses Wort wurde deshalb von bekennenden Christen inmitten schwerer Umbruchszeit in einer öffentlichen Erklärung 1934 mit den deutlichen Formulierungen hingewiesen:

„Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.“ Diese Erklärung gilt auch für die heutige labile Zeit: nötiger denn je ist es, den Wahrheitsgehalt gehörter Worte sorgfältig zu überprüfen. Sie sollten immer in Beziehung zur Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit der Personen, die sie gesprochen haben, bewertet werden.

Für Jesus gilt: er hat glaubwürdig gelebt und verwirklicht, was er verkündigt hat. Seine Worte, seine Reden haben Bestand und wir können darauf vertrauen: „Wer mein Wort hört und sie befolgt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf felsigen Boden baute.“ (Matthäus 7,24) Er, Jesus, in dem Gott Mensch geworden ist, er ist das Fundament, das trägt und allen Erschütterungen des Lebens standhalten kann.

Er hat immer wieder darauf hingewiesen: nicht Geld, Gut oder Ideologien haben die Verheißung des ewigen Lebens, sondern sein Wort bildet das stabile Fundament dafür, es zu hören und zu befolgen, Gottes Willen zu tun. Darauf kann ich mein Leben bauen!

Mit den Fundamenten von Häusern ist es ja so: sie sind nicht sichtbar, und doch unverzichtbar notwendig für ihre Stabilität!

So ist es auch mit dem Fundament des Lebens von Christinnen und Christen, das nicht direkt sichtbar ist. Es ist das Wort von Jesus Christus. Ihm können wir vertrauen, er gibt uns eine sehr stabile Grundlage durch sein Wort, seine Nähe und seinen Geist: Was er uns sagt, das gilt es zu tun und zu verwirklichen.

Und Jesus selbst ist zum Beispiel geworden für das, was ein stabiles Fundament alles tragen kann, so dass das darauf aufgebaute Haus die Zeiten des Lebens überdauern kann.

Wie wäre es, wenn Sie sich heute durch Jesu Worte ermutigen lassen, ganz bewusst auf Jesus zu hören?

Autor/-in: Pfarrer Helmut Heiser