07.05.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Früher war alles besser

Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern! Singet ihm und spielet ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen![...]

Psalm 105,1-45

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Früher war alles besser. Das ist einer der Sätze, bei denen man hellhörig werden sollte. Zumindest lohnt sich die Nachfrage: Was genau war früher besser? Und wann ist überhaupt früher? Die Verklärung der Vergangenheit birgt so manche Tücken – oft lohnt sich ein kritischer Blick auf die Dinge. Dann fällt die Vergoldung der einen oder anderen Sache von allein ab.

Dennoch gibt es Situationen, in denen sich ein Blick zurück lohnt. Nicht, weil man keine Lust hat, sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen. Oder weil man das Gestern einfach nicht loslassen will. Im Gegenteil. Ein Blick in die Vergangenheit kann helfen, Mut und Kraft zu sammeln für heute oder für das, was kommt.

Ein Beispiel dafür finde ich in Psalm 105. David, dem dieses Loblied zugeschrieben wird, schaut auf die Hilfe Gottes zurück. Auf die großen Taten und Wunder, mit denen Gott sein Volk durch die Höhen und Tiefen der Geschichte geleitet hat. Zunächst beginnt David ganz in seinem Hier und Heute. Er ermutigt sich selbst und andere dazu: „Lobt Gott, dankt ihm und sucht seine Gegenwart.“ Gottes Treue soll das Gesprächsthema sein. Nach dieser Aufforderung spricht David Ereignisse aus der Geschichte des Volkes Israel an, von denen jedes Kind von klein auf im Volk schon gehört hat. David ruft Meilensteine der Geschichte in Erinnerung.

Sein Fazit lautet ungefähr so: Leute, ihr wisst, wem ihr alles Gute zu verdanken habt. Vergesst nicht, Gott dafür zu preisen und auch andere Menschen mit eurem Lob anzustecken.

Guter Tipp. Auch 3.000 Jahre später für Menschen im 21. Jahrhundert.

Autor/-in: Annegret Schneider