10.09.2020 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Farbenspiel
Gott sprach: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.
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Was war die Menschheit über viele Generationen ignorant und kurzsichtig. Noch vor 100 Jahren machte sich fast niemand darüber Gedanken, dass die Vorräte der Erde endlich sind. Niemand konnte sich vorstellen, dass Bodenschätze einmal erschöpft sein könnten, wenn man sie hemmungslos ausbeutet. Dass sich Ackerflächen nicht beliebig vermehren lassen und dass überfischte Meere eines Tages für die Welternährung ausfallen könnten. Erst in den 1950er Jahren setzte allmählich ein Umdenken ein. Es entwickelte sich so etwas wie Umweltbewusstsein.
Das hätten wir auch schon früher haben können. Und das hätte der Menschheit viele Dramen erspart. Nicht alle – denn auf Naturkatastrophen haben wir Menschen bis heute nur wenig Einfluss. Aber schon zu biblischen Zeiten gab es menschengemachte Umweltkatastrophen, und Raubbau an der Natur hat sich bereits in der Antike gerächt. Wobei es Warnungen und Mahnungen auch schon damals gab.
In der Noah-Erzählung im 1. Buch Mose Kapitel 9 ist von einem Bund Gottes mit der Erde die Rede. Und zwar sagt Gott dort: „Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ (1. Mose 9,13) Das Bundeszeichen dafür kennt jede und jeder – das ist der Regenbogen. Aber wofür sein Farbenspiel steht, das ist längst nicht allen Menschen bewusst: Gott und die Erde sind Bündnispartner. Gott und dieser Planet sind Alliierte. Wer sich mit der Erde anlegt, wer sie vergewaltigt, bekommt es auch mit Gott zu tun. Wer pfleglich mit der Erde umgeht, handelt in Gottes Sinn. Und wer sich auf Gott verlässt, dem oder der kann der Zustand der Erde nicht egal sein.